Telekom verordnet sich in Griechenland einen Sparkurs

Die Deutsche Telekom tritt in Griechenland angesichts schlecht laufender Geschäfte auf die Kostenbremse.

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Angesichts schlecht laufender Geschäfte tritt die Deutsche Telekom in Griechenland auf die Kostenbremse, wie Europavorstand Guido Kerkhoff laut dpa gegenüber der Financial Times Deutschland (FTD) erklärte. "Im Festnetzgeschäft gibt es noch einige strukturelle Aufgaben zu lösen", räumte Kerkhoff ein. Die Konzerntochter OTE solle durch personelle Anpassungen und niedrigere Gehälter gesund gespart werden. Denn während die Personalkosten bei OTE insgesamt 37 Prozent des Umsatzes ausmachen, liege die Quote bei der Telekom lediglich bei 20 Prozent, erläuterte Kerkhoff.

Der Bonner Telekommunikationskonzern hatte vor zwei Jahren einen Anteil von 30 Prozent an der griechischen OTE zu einem Preis von 4 Milliarden Euro erworben. Damit stärkte Telekom-Chef René Obermann zugleich die Marktposition des Unternehmens in osteuropäischen Ländern. Im Gegensatz zu anderen westlichen Ländern verspricht die Region hohe Wachstumsraten vor allem im mobilen Datengeschäft und bei schnellen Internetanschlüssen.

Telekom-Chef Obermann sitzt unter dessen fest im Sattel – trotz der Spitzelaffäre, den Schwierigkeiten im Auslandsgeschäft und dem nach wie vor nicht zufriedenstellenden Kurs der T-Aktie. Doch die Umsetzung der Sparpläne in Griechenland dürfte nicht einfach sein, schreibt die FTD weiter. Das Land sei wegen der Eurokrise gezwungen, Staatsausgaben zu senken und leide unter stark steigender Arbeitslosigkeit. Einen Stellenabbau bei OTE, an der der Staat noch mit 20 Prozent beteiligt ist, könnte das Land derzeit nicht gebrauchen. (map)