Nachfrage nach MP3-Playern steigt um 44 Prozent
Die Zahl der verkauften MP3-Spieler soll in Deutschland im Jahr 2005 auf 4,6 Millionen Stück steigen, prognostiziert der Branchenverband Bitkom. Legale Musik-Downloads schürten die Nachfrage nach den Geräten.
Die Zahl der verkauften MP3-Player soll in Deutschland im Jahr 2005 um 44 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 4,6 Millionen Stück steigen, prognostiziert der Branchenverband Bitkom. Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien sieht in den Abspielgräten die "ideale Schnittstelle zwischen der digitalen Welt des Computers und der Unterhaltungselektronik". Sinkende Preise, verbessertes Design und höherer Leistungsumfang versprächen dem Markt für die mobilen Unterhalter einen "kräftigen Schub".
Der Bitkom erwartet, dass der Umsatz mit MP3-Spielern in Deutschland 2005 um 45 Prozent auf 434 Millionen Euro wächst. Im Vorjahr setzten die Hersteller mit 3,2 Millionen in Deutschland verkauften Geräten knapp 300 Millionen Euro um. Der Branchenverband stützt seine Angaben auf eine Studie zur Entwicklung der digitalen Unterhaltungselektronik des European Information Technology Observatory (EITO).
Ein weiterer wichtiger Grund für das kräftige Absatzplus bei MP3-Spielern sei die steigende Beliebtheit legaler Download-Dienste für Musik im Internet. Nach Einschätzung des Bitkom wird sich der Umsatz mit dem Herunterladen von Tonkonserven aus dem Internet im laufenden Jahr in Deutschland auf 31 Millionen Euro fast verfünffachen. In den kommenden drei Jahren wächst der Markt für Musik-Downloads auf ein Volumen von mehr als 420 Millionen Euro. Das entspricht mehr als einem Fünftel des gesamten deutschen Musikmarktes im Jahr 2008. Weitere Impulse für den MP3-Player-Markt durch neue Modelle und Dienste erwartet der Verband von der Internationalen Funkausstellung (IFA), die vom 2. bis 7. September 2005 in Berlin stattfindet. (ssu)