Virtualisierung von Red Hat und VMWare
Linux-Distributor Red Hat und Virtualisierungsspezialist VMware wollen sich für eine verbesserte Betriebssystem-Interoperabilität stark machen.
Eine Woche nachdem Microsoft und Novell der Welt ihre neuen Kooperation auch in Sachen Virtualisierung kundtaten, kündigt der Mitbewerber im Linux-Markt Red Hat eine intensivierte Zusammenarbeit mit dem Virtualisierungsspezialisten VMWare an. Erklärtes Ziel des Abkommens ist eine Verbesserung der Interoperabilität zwischen verschiedenen Betriebssystemen vor allem in virtualisierten Umgebungen. Genau dieses Vorhaben ist – neben einem Patentabkommen, das Novell-Kunden vor möglichen Ansprüchen seitens Microsoft schützen soll – ein Kernbestandteil des Paktes zwischen Microsoft und Novell.
Im Rahmen der erweiterten Zusammenarbeit hat VMWare nun den Red Hat Application Stack als so genannte virtuelle Appliance zertifiziert. Das Software-Paket bündelt die wichtigsten JBoss-Anwendungen JBoss Application Server und JBoss Hibernate mit Red Hats Serverbetriebssystem Red Hat Enterprise Linux und den Open-Source-Datenbanken MySQL und PostgreSQL in einer virtuellen Maschine. Beide Unternehmen wollen außerdem gebündelte Lösungen aus RHEL, dem schon erwähnten Application Stack, VMWare Infrastructure und VMWare Server vertreiben. (akl)