Gewinner der Abwrackprämie büßen bei Neuzulassungen ein

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Von
  • Gernot Goppelt

Die Gewinner der Abwrackprämie unter den Autobauern haben 2010 deutlich Federn gelassen. VW büßte bei einem Minus von 23,8 Prozent fast ein Viertel der Zulassungen ein. Bei Opel (minus 31,0 Prozent) und Ford (minus 31,8) gingen die Neuzulassungen um fast ein Drittel zurück, wie das Kraftfahrtbundesamt (KBA) am Dienstag mitteilte.

Im Dezember wurden laut KBA 230.371 Personenwagen neu zugelassen, 6,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Im Gesamtjahr gab es 2,92 Millionen Neuzulassungen, ein Rückgang um 23,4 Prozent. "Wie erwartet wurden die durch die Umweltprämie erhöhten Zulassungen von 2009 nicht erreicht", schreibt das KBA. Damals hatten viele Autokäufer die Abwrackprämie für Altautos für eine Neuanschaffung genutzt. Dank der positiven Entwicklung des Automarktes im vierten Quartal 2010 falle das Jahresergebnis im Vergleich zu 2008 mit einem Minus von 5,7 Prozent freundlicher aus, berichtete das Bundesamt.

Die Profiteure der Abwrackprämie, die Anbieter von Klein- und Mittelklassefahrzeugen, blieben 2010 auf der Strecke. In einem ähnlichen Ausmaß wie Opel und Ford wurden auch ausländische Anbieter wie Renault, Skoda, Honda und Kia gebeutelt. Bei Fiat und Lancia brach die Zahl der Neuzulassungen sogar um mehr als 50 Prozent ein.

Besser hielten sich die Premiumhersteller: Porsche verzeichnete bei den Neuzulassungen ein Plus von 6,0 Prozent, bei BMW/Mini betrug der Zuwachs 3,4 Prozent. Mercedes und Audi waren im Vergleich zum Vorjahr mit einem Minus von 0,5 Prozent beziehungsweise 3,4 Prozent leicht rückläufig. Der Marktanteil der deutschen Marken lag bei 64,0 Prozent. (dpa) (ggo)