Max-Planck-Institut für Softwaresysteme gegründet
Geplant sind fünf Abteilungen mit rund 280 Mitarbeitern in zwei Teilinstituten in Kaiserslautern und Saarbrücken.
Der Senat der Max-Planck-Gesellschaft hat heute in München die Gründung des Max-Planck-Instituts für Softwaresysteme beschlossen. Die neue Forschungseinrichtung soll in zwei Teilinstituten an den Standorten Kaiserslautern und Saarbrücken entstehen. Geplant sind fünf Abteilungen mit rund 280 Mitarbeitern. Sie sollen sich um die Bereiche Sicherheit, Verteilte Systeme, Eingebettete Systeme, Modelle der Softwaretechnik sowie Innovative Programmierungssprachen und Programmierungsparadigmen kümmern.
Das neue Max-Planck-Institut hat die Aufgabe, wissenschaftliche Grundlagen für die Entwicklung komplexer Softwaresysteme zu erforschen, teilt die Gesellschaft mit. Von ihrem reibungslosen Funktionieren seien zum Beispiel unternehmensübergreifende Geschäftsprozesse, weltweit operierende Telekommunikationsnetze sowie große Teile der Automobil- und Flugzeugfertigung abhängig.
Die Auswahl der Standorte sei nach Prüfung des wissenschaftlichen Umfeld und des Entwicklungspotenzials geschehen. Der Forschungsbereich Informatik bilde an der Technischen Universität Kaiserslautern und an der Universität des Saarlandes mit insgesamt über 35 Professuren, zwei Sonderforschungsbereichen, dem Forschungszentrum Bioinformatik und einer Vielzahl an wissenschaftlichen Preisen einen Schwerpunkt, heißt es zur Begründung. Beide Bundesländer arbeiteten auf dem Gebiet der Informatik seit vielen Jahren zusammen, so beispielsweise im Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz (DFKI), das ebenfalls in den beiden Städten angesiedelt ist, und dem Internationalen Begegnungs- und Forschungszentrum für Informatik Schloss Dagstuhl. (anw)