JVCs 3D-Camcorder mit zwei Objektiven und zwei Bildsensoren
Der Consumer-3D-Camcorder GS-TD1 kommt mit zwei Objektiven und zwei Bildsensoren. AuĂźerdem mit an Bord: Ein autostereoskopisches 3D-Display.
Nach Panasonic und Sony hat jetzt auch JVC einen 3D-Camcorder vorgestellt. Der GS-TD1 soll in den USA 2000 Dollar kosten, deutlich weniger als die fast 20.000 Euro teure Profikamera AG-3DA1 von Panasonic. Der JVC-Camcorder nutzt keinen Strahlenteiler oder andere Hilfsmittel, sondern – ganz klassisch – zwei Objektive und zwei 3,32-Megapixel-CMOS-Bildsensoren.
Die GS-TD1-Kamera kann die 1080i-Videoströme fürs linke und rechte Auge offenbar unabhängig voneinander ausgeben. JVC nennt das Ganze "LR Independent"-Format. Nähere Informationen dazu gab es noch nicht. Zudem lassen sich linkes und rechtes Bild aber auch nebeneinandergequetscht im konventionellen AVCHD-Format ausgeben. Ein Softwarepaket namens "3D Media Browser" wird mitgeliefert.
Die 3D-Videos kann man direkt an der Kamera begutachten: JVC hat ein autostereoskopisches 3,5-Zoll-Touch-Display mit Parallax-Barriere eingebaut. Bei der Tonaufnahme kommt JVCs "Biophonic"-Technik zum Einsatz, die auch bei der Wiedergabe mit Stereolautsprechern "3D-Surround-Sound" produzieren soll.
Das japanische Unternehmen vermarktet noch eine weitere Kamera als "3D-fähig" – und betreibt dabei Etikettenschwindel: Die Everio GZ-HM960 kommt zwar mit autostereoskopischem Display und kann Videos per Software in 3D umwandeln, zeichnet aber lediglich in 2D auf. (jkj)