DDR2-RAM nachkaufen

Mein Rechner braucht mehr RAM. Im Handel finde ich jedoch nicht exakt die gleichen Speicherriegel wie die vorhandenen (PC2-6400U-666). In c’t habe ich mal gelesen, man solle am besten Speicher vom selben Hersteller einsetzen. An anderer Stelle wiederum stand, die Timing-Parameter müssten übereinstimmen. Welches Kriterium ist jetzt bei der Auswahl wichtiger, der Hersteller oder das Timing?

vorlesen Druckansicht
Lesezeit: 2 Min.

Mein Rechner braucht mehr RAM. Im Handel finde ich jedoch nicht exakt die gleichen Speicherriegel wie die vorhandenen (PC2-6400U-666). In c’t habe ich mal gelesen, man solle am besten Speicher vom selben Hersteller einsetzen. An anderer Stelle wiederum stand, die Timing-Parameter müssten übereinstimmen. Welches Kriterium ist jetzt bei der Auswahl wichtiger, der Hersteller oder das Timing?

Grundsätzlich kooperieren mehrere Speichermodule in einem PC umso störungsfreier, je ähnlicher sie sich sind. Allerdings schafft man es vor allem bei älteren Rechnern nicht immer, exakt die bereits vorhandenen Riegel nachzukaufen. In den meisten Fällen ist das kein Problem, denn das Standardisierungsgremium JEDEC erarbeitet Spezifikationen wie DDR2-800 (für die einzelnen SDRAM-Chips) beziehungsweise PC2-6400 (für komplette Speichermodule) ja gerade deshalb, um die Kompatibilität von Speichermodulen zu ermöglichen.

Prinzipiell funktioniert in Ihrem PC also jedes andere, gleich oder auch höher spezifizierte Speichermodul, solange es dieselbe Bauform hat und es sich ebenfalls um ein „unbuffered“ DIMM handelt, denn das bedeutet der Buchstabe „U“ in der Modulklassifizierung PC2-6400U. Ein „R“ stünde für ein Registered DIMM, das aber meistens nur auf Server-Mainboards funktioniert, ebenso wie Fully-Buffered-DIMMs (F) oder RDIMMs mit Adress-Parity (P). Auch ECC-RAM (E) können nur spezielle Boards nutzen. UDIMMs sind im Einzelhandel am häufigsten zu finden, weil sie in den meisten Desktop-PCs stecken. Für Notebooks sind die kompakteren Small-Outline-(SO-)DIMMs gedacht.

Auch ein schnelleres Modul – etwa ein PC2-8500U-Riegel mit DDR2-1066-SDRAMs – sollte in Ihrem Rechner laufen, denn alle Chips verkraften niedrigere Frequenzen. Mit ganz wenigen Ausnahmen steuern alle PC-Mainboards sämtliche Speicherchips mit denselben Timing-Parametern an – und zwar mit jenen des langsamsten eingebauten Moduls. Fast alle Mainboards ermitteln diese Werte automatisch. Manche arbeiten aber auch mit festen Parametern – es ist also sinnvoll, sicherheitshalber kein langsameres als die bereits vorhandenen DIMMs zu kaufen. (ciw)