FAQ: Notebooks und PCs einrichten

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Im Karton meines neuen Rechners habe ich keine Datenträger gefunden. Was muss ich jetzt unternehmen, damit ich Windows später einmal neu installieren kann?

Nur wenige Hersteller legen Wiederherstellungs-DVDs bei. Aber fast alle aktuellen Notebooks und Desktop-Rechner haben eine Recovery-Partition, mit der Sie die Festplatte auch ohne DVD in den Werkszustand zurücksetzen können. Ob sie vorhanden ist, sehen Sie in der Datenträgerverwaltung (Systemsteuerung/Computerverwaltung). Den Prozess starten Sie entweder im Windows-Startmenü (zum Beispiel bei Acer) oder durch das Drücken einer Funktionstaste nach dem Einschalten (zum Beispiel bei HP).

Um auch gegen einen Platten-Crash abgesichert zu sein, mĂĽssen Sie sich selbst eine DVD brennen. Hersteller-Tools dafĂĽr finden Sie im Windows-StartmenĂĽ.

Von der DVD können Sie im Notfall booten und die Festplatte in den Auslieferungszustand zurücksetzen. Ein „nacktes“ Windows ohne die vom Hersteller mitgelieferten Treiber und Tools lässt sich damit in der Regel nicht installieren.

Auf meinem Notebook laufen Dienste wie „Toshiba Benachrichtigungen“ und „Toshiba Eco Utility“. Brauche ich die?

Fast alle Hersteller spicken ihre Vorinstallationen mit Programmen, die automatisch starten und im Hintergrund laufen. Einen Rechner mit Mehrkern-CPU bremsen sie zwar nicht spürbar, sie verstopfen aber die Taskleiste und nerven mit Popup-Fenstern. Viele zeigen lediglich Werbung oder bereiten Windows-Funktionen anders auf. Diese Tools können Sie löschen. Manche sind allerdings nötig für die Tastaturbeleuchtung oder den Helligkeitssensor. Deshalb kommen Sie vor dem Aufräumen nicht umhin, die Tools zu inspizieren.

Toshiba verstopft die Taskleiste mit besonders vielen Gratis-Tools – nützlich sind die wenigsten davon.

Viele Hersteller installieren Virenscanner, die nach Ablauf einer Testphase ein teures Abo aufdrängen. Kostenlose Scanner wie die von Antivir oder AVG bieten einen vergleichbaren Schutz und können den mitgelieferten von Anfang an ersetzen. Das vorinstallierte Microsoft Office kann man oft nur zwei Monate gratis nutzen – ärgerlich, wenn man danach seine Arbeit nicht mehr öffnen kann.

Am schnellsten löschen Sie überflüssige Programme im Fenster „Programme und Funktionen“ in der Systemsteuerung. Dann müssen Sie nicht innerhalb jedes einzelnen Tools nach dem Löschknopf suchen.

Wie bringe ich persönliche Daten und Einstellungen von meinem alten Rechner auf den neuen?

Dabei helfen Assistenten wie Microsofts in Windows 7 integriertes Tool Easy Transfer. Es überträgt Dokumente, Medien und die Einstellungen einiger Programme. Um Easy Transfer zu starten, tippen Sie auf dem Zielrechner „easy“ ins Suchfeld des Startmenüs. Anschließend packen Sie das Programm auf einen USB-Stick oder eine externe Festplatte und starten es auf dem alten PC. Dort werden Ihre Daten in ein Archiv gepackt, das Sie auf dem Zielrechner wiederum mit Easy Transfer öffnen. Kostenpflichtige Tools wie Desktop Upgrade to Windows 7 und PCmover 6 migrieren auch Anwendungen von Rechner zu Rechner. Tipps zum manuellen Umzug liefert der Artikel auf Seite 120 in c’t 21/10.

Der Akku meines Laptops ist spätestens nach vier Stunden leer, obwohl der Hersteller bis zu sechs Stunden verspricht. Wie verlängere ich die Laufzeit?

Viele Hersteller geben optimistische Laufzeiten an, die man mit praxistauglich eingestellter Displayhelligkeit kaum erreicht. Ein paar Prozent können Sie aber auch ohne Einbußen beim Komfort herausholen: In den Energieoptionen sollten Sie festlegen, dass das Display in Arbeitspausen ausgeschaltet wird und das Notebook in längeren Pausen in den Standby-Modus oder den Ruhezustand wechselt. In den erweiterten Energieeinstellungen können Sie den Akkufüllstand, bei dem das Notebook in den Ruhezustand wechselt, auf fünf Prozent oder weniger herabsetzen. Oder die maximale CPU-Taktrate reduzieren.

Außerdem können Sie bei den meisten Notebooks UMTS, WLAN und Bluetooth mit einer Tastenkombination deaktivieren. Haben Sie eine Hybrid-Grafik, sollten Sie darauf achten, dass der Grafikchip im Akkubetrieb automatisch ausgeschaltet wird.

Liefern die Hersteller Windows mit vernĂĽnftigen Sicherheitseinstellungen aus? Oder muss ich nachbessern?

Sie sollten kontrollieren, ob Windows-Updates automatisch installiert werden (Windows Update/Einstellungen ändern) und die Windows-Firewall eingeschaltet ist. Mindestens ebenso wichtig ist es, Anwendungen anderer Anbieter – wie Adobe – immer auf dem neuesten Stand zu halten. Ein zweites Nutzerkonto ohne Admin-Rechte brauchen Sie unter Windows 7 nicht anzulegen; die Sicherheit der Benutzerkontensteuerung (User Account Control, UAC) sollten Sie allerdings auf die höchste Stufe schieben.

Ich habe ĂĽberflĂĽssige Tools ĂĽber Bord gekickt, meine Programme installiert und den Desktop so eingerichtet, wie ich es mir vorstelle. Wie sichere ich diesen Zustand?

Sobald Sie Ihren Rechner perfekt eingerichtet haben, sollten Sie ein 1:1-Abbild anlegen. Windows 7 bringt dazu ein Werkzeug mit („Systemabbild erstellen“), das Sie im Startmenü unter Wartung/Sichern und Wiederherstellen finden. Es speichert das Image auf DVDs, einer Festplatte oder unter einer Netzwerkadresse. Bei Vista liegt es nur der Ultimate-, Business- und Enterprise-Edition bei und heißt Complete-PC-Sicherung. Für andere Windows-Versionen bietet sich die Testversion von Acronis True Image Home an (siehe c’t-Link). Anschließend sollten Sie auf jeden Fall regelmäßig Backups Ihrer persönlichen Daten anlegen.

www.ct.de/1103154 (cwo)