Backup-Spezialist Storagecraft will Partnergeschäft ankurbeln
Software für die Datensicherung und Disaster Recovery sind die Domäne von Storagecraft. Der Hersteller der "Shadow-Protect"-Lösungen will seine Position in diesem hart umkämpften Marktsegment mithilfe des Fachhandels festigen. Die US-Firma wirbt deshalb um Partner in Deutschland.
Ein klassisches Einsatzgebiet von Shadow Protect ist der "Umzug" eines Windows-Systems auf eine neue Hardware oder in eine Virtual Machine.
(Bild:Â Storagecraft)
Bislang ist die Liste der Partner von Storagecraft in Deutschland extrem übersichtlich. Außer der deutschen GmbH mit Sitz in Aschheim bei München, die zusätzlich Österreich abdeckt, ist kein Vertriebspartner zu finden. Das soll nun anders werden. Das Unternehmen mit Hauptsitz im US-Bundesstaat Utah hat sein Partnerprogramm, das vor drei Jahren eingeführt wurde, umgestaltet – oder besser gesagt auf ein stabiles Fundament gestellt.
Das ist auch dringend geboten, bewegt sich Storagecraft doch mit seinen "Shadow-Protect"-Softwarepaketen in Marktsegmenten, in denen sich auch Branchenriesen wie CA, EMC, Hewlett-Packard und Symantec tummeln: Datensicherung, Disaster-Recovery (Wiederherstellen von Server-Systemen und Desktop-Rechnern) sowie die Migration von Windows-Rechnern auf andere Hardware-Plattformen.
Eine Besonderheit des einstufigen Vertriebskonzepts von Storagecraft ist, dass der Hersteller komplett auf Distributoren verzichtet und seine Produkte ausschließlich über den Fachhandel anbietet. Das neu gestaltete Programm des Unternehmens sieht drei Stufen vor. Einsteiger können als Standard-Reseller über das das Online-Portal Storagecraft Business Class Geschäfte abwickeln, Lizenzen registrieren und Kunden verwalten. Auf der Plattform stehen zudem Marketingmaterialien und Vertriebsinformationen zur Verfügung. Jeder IT Fachhändler kann sich ohne spezifische Produktschulung als Standard-Reseller qualifizieren.
Das ist jedoch nicht ganz "ohne", denn die Produkte von Storagecraft setzen sehr wohl ein gehöriges Maß an IT-Know-how voraus, über das nicht unbedingt jeder Anwender verfügt. Eine fachkundige Beratung würde der eine oder andere User sicherlich zu schätzen wissen.
Dreistufiges Partnerkonzept
Wer eine Basis-Zertifizierung erwirbt, wird zu einem "Certified IT-Partner". Diese werden von einem Mitarbeiter des Unternehmens betreut, erhalten kostenfreien Support und profitieren von zusätzlichen Margen, mit seit Januar 2011 neu festgelegtem Jahresumsatzziel. Zusätzlich erhält ein Partner eine kostenfreie "Shadow-Protect-IT-Edition"-Quartalsversion im Wert von 385 Euro, wenn er die Quartalsziele erreicht.
Certified-IT-Partner qualifizieren sich automatisch für die "Profi-Zertifizierung". Absolvieren sie diese mit Erfolg, erklimmen sie die Stufe eines "Certified-Solution-Partners". Diese haben Zugriff auf Support mit einer Reaktionszeit von maximal 30 Minuten sowie einer kostenfreien Jahreslizenz der Shadow Protect IT Edition. IT-Fachleute können mit dieser "Werkzeugkiste" jedes "gecrashte" Windows-System wiederherstellen, ohne vorher die Software auf dem Rechner installieren zu müssen.
Details von "Shadow Protect"
Im April vergangenen Jahres präsentierte Storagecraft die neue Version 4.0 von Shadow Protect. Eine Besonderheit ist, dass sich Server-Systeme oder Desktop-Rechner innerhalb weniger Minuten nach einem Systemabsturz oder Festplattenschaden wiederherstellen lassen. Dies ist möglich, weil die Software inkrementelle Backups der Systeme erstellt und diese Informationen dazu verwendet, um im Schadensfall den Recovery-Prozess zu beschleunigen. Angeblich lassen sich damit Server innerhalb weniger Stunden wieder zum Laufen bringen. Greift ein Systemverwalter auf "Bordmittel" zurück, dauert das Wiederaufsetzen einen oder mehrere Tage.
Mit der oben angesprochenen Shadow Protect IT Edition können IT-Administratoren die Konfigurationsdaten eines Rechners auf ein "Bare-Metal"-System übertragen, also einen neuen Rechner ohne Betriebssystem und Daten. Das ist dann hilfreich, wenn ein System gewissermaßen einen Totalschaden erleidet, etwa durch Ausfall von Prozessor oder Festplatte, und ein neuer Rechner aufgesetzt werden muss. Auf dem Wiederherstellungsmedium von Shadow Protect, beispielsweise einem USB-Stick, befindet ein bootfähiges Betriebssystem inklusive der zuvor gesicherten Konfigurationseinstellungen.
Shadow Protect identifiziert automatisch die Hardware des neuen Systems, inklusive der Netzwerkeinstellungen, und spielt das Backup auf den neuen Rechner auf. Dies funktioniert derzeit allerdings nur bei Windows-Systemen, inklusive Windows 7, Windows Server 2008 und Windows Server 2008 R2. UnterstĂĽtzt werden auch das Wiederherstellen und das Migrieren von virtualisierten Systemumgebungen. (map)