Automatisierungsindustrie blickt positiv in die Zukunft

Künftig müsse man aber verstärkt das Internet nutzen -- und Microsoft-Technologien in der Automatisierung könne sich die Industrie "nicht mehr entziehen".

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Die deutsche Automatisierungsindustrie blickt nach guten Geschäften im laufenden Jahr positiv in die Zukunft. Es gebe deutliche Anzeichen für eine weiterhin gute Konjunkturentwicklung in der elektrischen Automatisierung, teilte der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI), Fachverband Automation, am Dienstag zum Beginn der dreitägigen Fachmesse SPS/IPC/DRIVES in Nürnberg mit. Auf der Messe präsentieren mehr als 1000 Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen rund um die elektrische Automatisierung.

Der Umsatz der Unternehmen in Deutschland sei im ersten Halbjahr 2004 um gut acht Prozent gewachsen, der Auftragseingang um 7,2 Prozent und die Produktion um etwa sieben Prozent, heißt es in einer ZVEI-Mitteilung. Dabei komme das Wachstum erneut stärker aus dem Ausland als aus dem Inland. Der Export sei im ersten Halbjahr 2004 um 12,8 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro gestiegen, während der Inlandsumsatz lediglich um 4,8 Prozent auf 10,1 Milliarden Euro zugelegt habe. Ähnlich sehen die Zahlen bei den Auftragseingängen aus: 14,6 Prozent mehr Aufträge aus dem Ausland, aber nur 1,9 Prozent im Inland.

Wachstumsmotoren fĂĽr die deutsche Industrie seien vor allem die "Emerging Markets" China, Russland, SĂĽdost-Asien, Lateinamerika und der Nahe Osten, so der ZVEI. Auch die Exporte in die USA legten deutlich zu. Dennoch bleibe Europa mit ĂĽber 50 Prozent der Exporte der "Heimatmarkt". Am 203 Milliarden Euro starken Weltmarkt der Automatisierungstechnik habe die deutsche Industrie im Jahr 2003 einen Anteil von 13 Prozent gehabt.

Die Zukunft der Automatisierungstechnik ist nach Ansicht von ZVEI-Vorstandsmitglied Gunther Kegel eng verbunden mit Internet- und Web-Technologien. Insbesondere der Anwendung von Microsoft-Technologien in der Automatisierung könne sich die Industrie "nicht mehr entziehen". Aus diesem Grund habe man bereits vor Jahren begonnen, eine Schnittstelle für komplexe, innovative Geräteintegration zu entwickeln. Dabei stütze man sich ganz auf die aus der Office-Kommunikation kommenden Technologien, mit denen auch dort komplexe Peripheriegeräte eingebunden werden können. (pmz)