Chipfertigungsausrüster ASML lässt die Krise hinter sich

Im vergangenen Jahr hat der niederländische Hersteller von Lithographiesystemen für die Chipproduktion seinen Umsatz erheblich gesteigert.

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Der niederländische Hersteller von Lithographiesystemen für die Chipproduktion Advanced Semiconductor Materials International (ASML) hat im vergangenen Quartal 1,52 Milliarden Euro umgesetzt, im Vergleichsquartal des Vorjahres waren es noch 581 Millionen Euro. Der Nettogewinn stieg von 50 Millionen auf 407 Millionen Euro. Das geht aus einer Mitteilung des Unternehmens hervor.

Im gesamten Geschäftsjahr erwirtschaftete ASML 4,5 Milliarden Euro Umsatz. In dem krisengeprägten Jahr 2009 waren es lediglich 1,6 Milliarden. Der Nettogewinn summierte sich 2010 auf 1 Milliarde Euro gegenüber einem Verlust von 151 Millionen Euro im Jahr zuvor.

ASML sammelte von Oktober bis Dezember Aufträge im Gesamtvolumen von 2,3 Milliarden Euro ein (104 neue und 13 überarbeitete Systeme). Zum 31. Dezember 2010 umfasste der gesamte ASML-Auftragsbestand auf 3,86 Milliarden Euro. Somit habe sein Konzern sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn und bei den Aufträgen jeweils einen Rekord aufgestellt, so ASML-Chef Eric Meurice. Gegenüber 2009 habe sich die Produktionskapazität verdreifacht. Für das laufende erste Quartal erwartet das Unternehmen 1,4 Milliarden Euro Umsatz.

Die Geschäfte von ASML sind ein guter Indikator für die allgemeine Entwicklung in der Chipbranche. Nach einem drastischen Einbruch mit Stellenabbau und der Schließung von Produktionsstätten verzeichnet der Konzern seit Anfang 2010 wieder eine starke Nachfrage nach seinen Produkten. (anw)