Sandboxes fĂĽr Microsoft

Microsoft kauft Anteile an der Sicherheitsfirma Finjan, deren Spezialität das Erkennen von unbekannter Schadsoftware ist.

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Microsoft hat sich bei dem Sicherheitsspezialisten Finjan eingekauft. Die israelische Firma Finjan ist auf Sicherheitsprodukte spezialisiert, die versuchen, möglicherweise schädliche Software aufzuspüren. Dazu setzt Finjan auf die so genannte Sandbox-Technik, bei der ein Programm in einer sicheren, abgeschotteten Umgebung -- der Sandbox -- ausgeführt und dabei analysiert wird. Anhand des Verhaltens will man auch unbekannte Viren, Trojaner und Spyware erkennen.

Das Produktspektrum reicht dabei von der Desktop-Software SurfinGuard für Heimanwender bis hin zu Gateway-Lösungen, die in Firmennetzen Schädlinge aus dem Datenstrom fischen sollen. Das Unternehmen besitzt einige Patente auf diese Technik; auf welche davon es die Redmonder abgesehen haben, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

Die auch unter der Bezeichnung "Behavior Blocking" firmierende Technik ist die Antwort der Security-Branche auf die immer kürzeren Viren-Update-Zyklen, denen mit Signatur-Updates kaum noch beizukommen ist. Nahezu jedes neue Security-Produkt führt mittlerweile irgendeine Form der Verhaltensanalyse durch, um Schädlinge zu erkennen. Aktuelles Beispiel ist das Montag erscheinende ZoneAlarm 6; Microsofts angekündigte Antiviren- und Antispyware-Produkte werden kaum ohne auskommen. (dmk)