Verband legt Statistik zu kommerziellen deutschen Websites vor
Die rund 500.000 umsatzgenerierenden Websites mit deutscher Länderkennung werden von E-Commerce-Angeboten und werbefinanzierten Internet-Seiten dominiert, hat der Bundesverband Digitale Wirtschaft ermittelt.
Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) hat die nach eigenen Angaben erste repräsentative Studie zu kommerziellen deutschen Websites vorgelegt. Die Studie Kommerzielle deutsche Webseiten 2004 bestätige, dass die rund 500.000 potenziell umsatzgenerierenden Websites von E-Commerce-Angeboten und werbefinanzierten Internet-Seiten dominiert werden. BVDW-Geschäftsführer Alexander Felsenberg schließt aus der Studie, dass es sich um einen Wachstumsmarkt handelt. "So sollen nicht nur die Umsätze weiter steigen, für 2005 rechnen die Betreiber der kommerziellen Websites auch mit einem Beschäftigtenzuwachs", kommentiert er laut einer Mitteilung die Ergebnisse.
Für die Studie seien 15.089 Domains mit einem Zufallsverfahren aus den zu Beginn der Erhebung vorhandenen 6.936.413 .de-Domains gezogen und inhaltsanalytisch erfasst worden. (Seit Oktober gibt es laut DeNIC 8 Millionen de-Domains.) Etwas mehr als die Hälfte der Websites seien erreichbar gewesen. Diese wurden auf ihre Basisaktivität und Zielgruppe hin untersucht.
Die am häufigsten anzutreffende Umsatzform sei das Online-Shopping: 47 Prozent der umsatzgenerierenden Domains haben einen eigenen Online-Shop, davon 7 Prozent in Kombination mit Werbeflächen. 15 Prozent verlinken ausgehend von der eigenen Domain zu externen Online-Shops. Gut ein Drittel (34 Prozent) der umsatzgenerierenden Domains fungiere als Werbeträger, weitere vier Prozent veröffentlichen Kleinanzeigen. Lediglich sechs Prozent der umsatzgenerierenden Domains können nicht Online-Shopping oder -Werbung zugeordnet werden. Dazu zählen unter anderem die mehr als 13.000 Paid-Service- und Paid-Content-Angebote.
In fast allen Positionen erwarten die Unternehmen dieser Branche einen Mitarbeiterzuwachs. Die rund 376.000 Beschäftigten sollen bis Anfang 2005 auf mehr als 400.000 wachsen. Bei den Online-Shops sind in Deutschland mit rund 260.000 etwas mehr Menschen beschäftigt als bei den werbefinanzierten Anbietern, wo es 243.000 gibt. Für das nächste Jahr erwarten die Werbeträger einen etwas höheren Mitarbeiterzuwachs als die Shop-Betreiber. (anw)