Chipfabrik in Frankfurt/Oder bleibt weiterhin Bauruine

Auch ein Jahr nach dem Scheitern des Chipfabrik-Projekts wird der fertige Rohbau noch immer nicht genutzt.

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  • dpa

Ein Jahr nach dem Scheitern des Chipfabrik-Projektes in Frankfurt/Oder wird der fertige Rohbau noch immer nicht genutzt. Der Stadt seien keine Interessenten für das Gelände bekannt, sagte ihr Sprecher Heinz-Dieter Walter heute der dpa. Es habe dafür bislang keine Anfragen im Rathaus gegeben. Seit dem Sommer versucht die Münchner Siemens-Tochtergesellschaft Industrial Building Consultants (SIBC) für das Gelände einen Interessenten zu finden.

Es könne kein Kommentar zum Stand der Vermittlung der Immobilie abgegeben werden, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Nur so sei möglich, Spekulationen im Umfeld des Rohbaus zu verhindern. Öffentliche Aussagen über den Verhandlungsstand würden Gespräche mit möglichen Interessenten für das leere Gebäude nur behindern.

Die Stadt beendet den Angaben zufolge momentan die Erschließungsarbeiten des Chipfabrikgeländes. Sie sei aus förderrechtlichen Gründen dazu gezwungen, sagte Stadtsprecher Walter. Anfang November wurden Stromleitungen für die leere Fabrik verlegt. Außerdem seien noch Restarbeiten an den Wegen und Bepflanzungen abzuschließen.

Das Emirat Dubai, Intel sowie das Frankfurter Institut für Halbleiterphysik und das Land Brandenburg wollten in Frankfurt eine Chipfabrik mit rund 1300 Arbeitsplätzen errichten. Die Umsetzung des mit 1,3 Milliarden Euro veranschlagten Projekts ist an Finanzierungsfragen gescheitert. Am 27. November 2003 hatte Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU) das Ende des Projektes verkündet. (dpa) / (pmz)