Sony BMG streicht Stellen in Deutschland

An den deutschen Standorten sollen bis zu 170 der bisher 470 Stellen abgebaut werden.

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Der Musikkonzern Sony BMG streicht bei der Fusion an seinen deutschen Standorten mindestens jede vierte Stelle. "Sony BMG wird in Deutschland zwischen 300 und 350 Mitarbeitern haben", sagte Maarten Steinkamp, Zentraleuropa-Chef Sony BMG der Frankfurter Allgemeinen Zeitung für die Mittwochausgabe. Zurzeit beschäftigen die deutsche Bertelsmann Music Group (BMG) und die japanische Sony Music hierzulande knapp 470 Mitarbeiter.

Die dieses Jahr noch getrennt operierenden Deutschland-Sparten der Fusionspartner sieht Steinkamp laut dem Bericht auf gutem Weg. "Die BMG verbucht zwar in Deutschland einen deutlichen Umsatzrückgang, aber der Gewinn wird sich mehr als verdoppeln." Steinkamp hatte im Frühjahr zahlreichen BMG-Musikern den Laufpass gegeben. Sony Music, die 2003 ein schwaches Jahr gehabt habe, sei "gut unterwegs zurück zur Profitabilität".

Sony und Bertelsmann hatten im August gemeldet, dass die Fusion der Musiksparten perfekt ist. Nach der EU-Kommission hatte auch die US-Kartellbehörde zugestimmt. Bereits im Juli waren Entlassungen geplant. (anw)