LG Display rutscht in die roten Zahlen

Im vergangenen Quartal hat der LCD-Hersteller einen Verlust von umgerechnet 177 Millionen Euro verbucht.

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  • dpa

Sinkende Preise fĂĽr Flachbildschirme und ein hohes BuĂźgeld der EU haben den Hersteller LG Display im vierten Quartal 2010 in die Verlustzone gebracht. Wie der sĂĽdkoreanische Display-Spezialist am Freitag mitteilte, fiel unterm Strich ein Verlust von 268,37 Milliarden Won (rund 177 Millionen Euro) an. Es war der erste Quartalsverlust seit fast zwei Jahren. Von Juli bis September hatte LG noch einen Ăśberschuss von 224 Milliarden Won verzeichnet.

Der Umsatz stieg den Angaben zufolge im Zeitraum zwischen Oktober und Dezember 2010 im Vergleich zum Jahr davor um 9,8 Prozent auf 6,48 Billionen Won. Der steile Preisrückgang von LCDs und das Bußgeld der EU-Kommission wegen Verletzung von Kartellgesetzen in der LCD-Branche hätten sich im Quartalsergebnis niedergeschlagen, hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens. LG erwartet, dass sich der Preisverfall für Fernsehbildschirme im laufenden Quartal fortsetzen wird.

Wegen illegaler Preisabsprachen hatte die EU im Dezember gegen fünf Hersteller von Flachbildschirmen aus Asien ein Bußgeld von insgesamt 649 Millionen Euro verhängt. Die Strafe für LG Display betrug 215 Millionen Euro. Der südkoreanische Samsung-Konzern war straffrei geblieben, da er die Verstöße in Brüssel gemeldet hatte. (anw)