E-Mail-Verbot nach Morddrohung

Ein Kanadier, der per E-Mail eine Morddrohung gegen US-Popstar Michael Jackson ausgesprochen hatte, darf nach einer richterlichen Anordnung ein Jahr lang keine E-Mail-Botschaften verschicken.

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  • dpa

Ein Kanadier, der per E-Mail eine Morddrohung gegen US-Popstar Michael Jackson ausgesprochen hatte, darf nach einer richterlichen Anordnung ein Jahr lang keine E-Mail-Botschaften verschicken. Wie der Internet-Dienst E!Online am Dienstag berichtete, räumte der 26-jährige Mann vor Gericht seine Schuld ein, Jackson bedroht zu haben. Der Richter verhängte neben dem E-Mail-Verbot auch eine einjährige Bewährungsstrafe. Der Verurteilte hatte am 16. August an seinem Computer einen Gerichtsauftritt von Jackson im kalifornischen Santa Maria mitverfolgt und zwei Morddrohungen an die elektronische Gerichtsadresse geschickt.

Die Polizei nahm die Drohung ernst, verschärfte die Sicherheitsvorkehrungen und spürte den Absender in Kanada auf. Fünf Tage später wurde er verhaftet. Sein Anwalt argumentierte, der Mann leide an einer manisch-depressiven Erkrankung und habe an jenem Tag seine Medikamente nicht eingenommen. Jackson ist wegen Kindesmissbrauchs angeklagt. Der Popstar, der seine Unschuld beteuert, muss sich ab Ende Januar vor Gericht verantworten. (dpa) / (pmz)