HTC rüstet sich für weiteres Wachstum
Für den taiwanischen Smartphone-Spezialisten stand das vergangene Jahr ganz im Zeichen des Wachstums. Damit das 2011 so weitergehen kann, baut der Hersteller neue Kapazitäten in China und Taiwan auf.
Der taiwanische Smartphone-Hersteller HTC hat mit seiner Prognose für das laufende erste Quartal des Geschäftsjahres die Erwartungen der Finanzexperten übertroffen. Das Unternehmen rechnet für die ersten drei Monate 2011 mit einem Umsatz von rund 94 Milliarden Neuer Taiwan-Dollar (rund 2,4 Milliarden Euro). Insgesamt werde HTC im Quartal bis zu 8,5 Millionen Geräte ausliefern, erklärte das Unternehmen am Freitag im Rahmen einer Analystenkonferenz zur offiziellen Bekanntgabe des Jahresabschlusses. Das Ergebnis des Schlussquartals 2009 hatte HTC bereits Anfang Januar bekannt gegeben.
HTC hat 2010 seinen Umsatz von 144,5 Milliarden NTD im Vorjahr auf 278,8 Milliarden NTD (7,1 Milliarden Euro) fast verdoppelt. Der Nettogewinn stieg von 22,6 Milliarden NTD im Vorjahr um 75 Prozent auf 39,5 Milliarden NTD (rund 1 Milliarde Euro). Der Hersteller lieferte 2010 insgesamt 24,6 Millionen Geräte aus und konnte den Absatz im Vergleich zu 2009 (11,7 Millionen Geräte) mehr als verdoppeln. Die steigende Nachfrage nach hochpreisigen Smartphones ließ den durchschnittlichen Verkaufspreis bei HTC auf 364 US-Dollar steigen.
Der Hersteller habe im vergangenen Jahr leicht unter Materialmangel gelitten, erklärte CEO Peter Chou am Freitag in Taipei vor Analysten. HTC sei auf das starke Wachstum nicht vorbereitet gewesen. Für das laufende Jahr, in dem der Konzern mit anhaltendem Wachstum rechnet, will HTC vorsorgen. Die Produktionskapazität der Fabrik in China soll verdoppelt werden, eine neue Fertigungsstätte in Taiwan ist ebenfalls geplant. Zudem denkt der Hersteller darüber nach, Teile der Produktion an Auftragsfertiger abzugeben. (vbr)