Telefonica steigert Ergebnis deutlich
Die deutsche Mobilfunktochter O2 musste allerdings bereits die Umsatzerwartungen reduzieren.
Der spanische Telekomkonzern Telefonica hat seinen Gewinn in den ersten neuen Monaten deutlich erhöht. Der Nettogewinn stieg um 59,4 Prozent auf 5,18 Milliarden Euro. Der Umsatz wuchs um 43,1 Prozent auf 38,71 Milliarden Euro. Im dritten Quartal kletterte der Umsatz um 37,2 Prozent auf 13,54 Milliarden Euro, der Nettogewinn um 84,2 Prozent auf 2,61 Milliarden Euro.
Gleichzeitig hob der Telekomkonzern die Umsatz- und Ergebnisprognosen für das Jahr 2006 an. Demnach sollen die Erlöse nun um über 37 Prozent zulegen, während bislang ein Wachstum von 34 bis 37 Prozent erwartet worden war. Beim operativen Ergebnis vor Abschreibungen erwartet Telefonica nun ein Plus am oberen Ende der Spanne von 26 bis 29 Prozent. In den ersten neun Monaten war das Ergebnis auf dieser Basis um 35,9 Prozent auf 14,65 Milliarden Euro gewachsen.
Insgesamt kann Telefonica derzeit weltweit 195,9 Millionen Kundenanschlüsse zählen. Die Zahl der Mobilfunkanschlüsse stieg im Jahresvergleich um 47,9 Prozent auf 138,4 Millionen, die der Breitband-Internetanschlüsse um 45 Prozent auf 7,3 Millionen. Beim Geschäft mit Pay-TV zählt Telefonica derzeit 900.000 Kunden , ein Plus von 62,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Geschäft mit Inhalten und Medien legte Telefonica im dritten Quartal eine Umsatzsteigerung um 26,3 Prozent auf 349,8 Millionen Euro hin, der operative Gewinn ging allerdings um 13,8 Prozent auf 40,3 Millionen Euro zurück.
Die spanische Mobilfunkgruppe von Telefonica steigerte den operativen Gewinn im dritten Quartal um 12,5 Prozent auf 1,19 Milliarden Euro, der Umsatz kletterte um 10,6 Prozent auf 4,74 Milliarden Euro. Für O2 Europe weist der spanische Konzern nur die Neunmonatszahlen aus, hier lag der Umsatz bei 9,43 Milliarden Euro und der operative Gewinn bei 320,7 Millionen Euro.
O2 Deutschland hatte gerade erst Zahlen vorgelegt, nach denen in den acht Monaten seit der Übernahme durch Telefonica der Umsatz um acht Prozent stieg; allerdings wächst der Mobilfunkbetreiber derzeit langsamer als die Konkurrenz und musste seine Umsatzerwartungen für das laufende Jahr angesichts des scharfen Wettbewerbs dämpfen. Telefonica Deutschland musste im dritten Quartal mit einem Umsatzrückgang um 3,6 Prozent auf 66 Millionen Euro leben. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs stieg der Umsatz um 5,2 Prozent auf 219,2 Millionen Euro; der operative Verlust lag in diesem Zeitraum bei 25,2 Millionen Euro. Der Konzern verweist darauf, dass man trotz des harten Wettbewerbs im deutschen Markt die Zahl der vermieteten DSL-Anschlüsse auf 450.000 steigern konnte und man weiterhin fast alle größeren Provider mit DSL-Infrastruktur versorge. (jk)