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http://viewtext.org

Manche Websites sind derart mit „Gefällt mir“, Navigationsbuttons, Werbung und anderem Schnickschnack überfrachtet, dass es rezeptiver Selbstverteidigung gleichkommt, diesen Müll auszublenden. Fein raus sind dabei Nutzer des Safari, denn der Apple-Browser hat eine entsprechende Funktion namens Reader bereits eingebaut. Für Chrome und für Firefox lässt sie sich mit den Erweiterungen iReader respektive Reader nachrüsten – siehe c’t-Link.

FĂĽr alle anderen Browser stellt der Dienst ViewText.org die gleiche Funktion bereit. Dazu zieht der Surfer einfach ein Bookmarklet, also einen Link, in die Bookmark-Leiste. Wann immer er eine Seite mit zu vielem Brimborium besucht, genĂĽgt ein Klick darauf, und ViewText.org bereitet sie lesefreundlich auf.

www.visual6502.org/JSSim

Kaum einer, der täglich einen PC benutzt, hat wirklich eine Idee davon, was eigentlich im Kern seines Rechners, dem Prozessor, passiert, wenn dieser rechnet. Selbst viele Programmierer können sich nicht vorstellen, wie die Daten von Register zu Register fließen. Die Macher von Visual6502.org wollen den Besuchern ihrer Site eine Vorstellung davon geben. Dazu haben sie eine besondere Nachbildung des 6502 ausgetüftelt. Der 6502 von MOS Technologies war in den Anfängen der Computerei sehr verbreitet. Er verrichtet(e) zum Beispiel in vielen beliebten Computern seine Arbeit, etwa im Apple II, oder in leicht abgewandelter Form in Commodores C 64.

Für die Simulation wurden in einem aufwendigen Verfahren die einzelnen physikalischen Schichten des Prozessors Lage für Lage freigelegt und fotografiert. Inklusive ihrer Verbindungen wurden die einzelnen physikalischen Elemente anschließend als HTML-Polygone nachgebildet. Mehr als 20 000 solcher Objekte benötigt die Darstellung des gesamten Chips. Das Ergebnis erlaubt anders als Emulationen, die die physikalische Struktur von Prozessoren ignorieren, ein realistisches Abbild der Vorgänge im Chip.

Das kann sich sehen lassen: Während das Beispielprogramm auf der Homepage abläuft – auf Wunsch kann der Benutzer es auch Schritt für Schritt von Hand ablaufen lassen –, sieht man, welche Knoten des Geflechts gerade eine logische 1 oder 0 tragen. So kann man dem Prozessor dabei zusehen, wie er Daten lädt oder eine Rechenoperation durchführt. Jeder einzelne Knoten des Bauplans lässt sich während der Simulation tracen. Der Besucher kann in die Grafik hineinzoomen, um einzelne Schaltkreise gezielt unter die Lupe zu nehmen. Solche Ausschnitte lassen sich auch unter einer einer speziellen URL ansprechen, um sie etwa anderen Interessierten zu mailen.

www.planet-schule.de

Mit Planet Schule betreiben Südwestrundfunk und Westdeutscher Rundfunk eine Lernplattform für Lehrer, Schüler und Bildungsinteressierte. Im Vordergrund stehen die Sendungen des Schulfernsehens von SWR und WDR. Einen Großteil der Filme und Reportagen kann man sich online ansehen und herunterladen. Darüber hinaus wird umfangreiches Zusatzmaterial geboten. So findet der Besucher im sogenannten Wissenspool neben Animationen und weiterführenden Links auch Arbeitsblätter für den Unterricht. Unter dem Menüpunkt Multimedia gibt es liebevoll gestaltete Simulationen und Trickfilme.

Außerdem kann man sich dort interaktiv auf Zeitreise begeben und so beispielsweise die verschiedenen Epochen der Menschheitsgeschichte und die Chronologie des Mauerfalls hautnah miterleben. Testen lässt sich das erworbene Wissen im Lernpool. Hier gibt es Lernspiele für verschiedene Altersstufen und Themenbereiche. (Daniel Koch/jo)

http://cd.justinjc.com

Eine ganz simples, aber nützliches Helferlein hat Justin Chan auf seiner Homepage realisiert: einen Timer. Die zu nehmende Zeit übergibt man per URL. http://cd.justinjc.com/2 zum Beispiel zählt zwei Minuten lang nach unten, cd.justinjc.com/2h5m8s zwei Stunden, 5 Minuten und 8 Sekunden. Ein Laufbalken signalisiert, wie viel Zeit bereits verstrichen ist. Ist die Zeit abgelaufen, klingelt der Timer zwei Mal.

Es lässt sich auch ein bestimmter Timer-Zeitpunkt angeben. cd.justinjc.com/515pm zum Beispiel lässt den Timer um 17:15 Uhr klingeln. Ruft man die Seite ohne Parameter auf, misst sie die verstrichene Zeit seit dem Aufruf.

www.rememberthemilk.com
www.toodledo.com

Es gibt eine Reihe von Aufgabenmanagern im Web. Den wohl bekanntesten, Remember The Milk haben wir schon in c’t vorgestellt. Toodledo spielt in der gleichen Liga. Bei einigen Funktionen hat er sogar die Nase vorne, etwa beim integrierten Kalender und Notizbuch. Der Dienst stellt seine Daten in diversen Standardformaten bereit, auf die Drittanbieter zugreifen können, etwa RSS oder iCal. Auf dieser Basis gibt es bereits Dutzende Drittanbieter-Anwendungen, etwa Add-ons für Firefox, Chrome und Outlook sowie Apps für Android, BlackBerry und WebOS. Eine iPhone-App stellt der Betreiber selbst bereit.

www.ct.de/1104190


Die Websites aus c't 03/2011