Kritik an neuen Google-Diensten
Die Suchergebnisse der Wissenschaftssuche scholar.google.com und der Produktsuche Froogle stellen viele Nutzer nicht zufrieden, die Google-Desktop-Suche ist nur mäßig erfolgreich.
Mit dem neuen Dienst scholar.google.com will Google den Interessen von Wissenschaftlern entgegenkommen. Der bislang nur englischsprachige Dienst hat jedoch noch mit einigen Kinderkrankheiten zu kämpfen, erklärte der Leipziger Medienwissenschaftler Marcel Machill, der Internetrecherchen untersucht. So sei der Suchalgorithmus angesichts vieler nutzloser Treffer noch nicht optimal, sagte Machill gegenüber der dpa. Ein großer Teil der Ergebnisse ist nicht anzeigbar, weil es sich um Zitate handelt, und schließlich sind kaum deutschsprachige Inhalte in der Datenbank. Google wollte sich noch nicht dazu äußern, wann eine lokalisierte Version des Dienstes veröffentlicht werden soll.
Auch die Google-Produktsuche Froogle, die in Deutschland am Montag gestartet wurde, findet keine ungeteilte Zustimmung. Vor allem in Foren und Blogs ist häufig der Vorwurf zu lesen, dass eBay-Händler überrepräsentiert seien. Und schließlich sind die Download-Zahlen für die Google-Desktop-Suche angesichts der Bekanntheit des Dienstes eher ernüchternd: Laut einer Majestic-Studie saugten sich in den ersten beiden Wochen nach Veröffentlichung nur 640.000 Anwender weltweit das Tool aus dem Netz. (heb)