Rückschlag für US-Filmindustrie im Kampf gegen Raubkopien
Eine Sammelklage gegen Tauschbörsennutzer sei wegen der Verschiedenheit der Fälle unzulässig, entschied ein kalifornisches Gericht.
Bei ihren ersten Prozessen gegen Raubkopierer hat der Verband der US-amerikanischen Filmindustrie MPAA einen Rückschlag hinnehmen müssen: Der kalifornische Bezirksrichter William Alsup erklärte es für unzulässig, die zwölf ihm vorliegenden Fälle in einem gemeinsamen Prozess abzuurteilen, da sie nichts miteinander zu tun hätten.
In einer Presseerklärung bezeichnete die Electronic Frontier Foundation (EFF) das Vorgehen der Filmindustrie als "Bulldozer-Strategie". In individuellen Prozessen seien die Chancen der Angeklagten größer, ihre Rechte wahrzunehmen, kommentierte EFF-Anwalt Wendy Seltzer. (heb)