Mecklenburg-Vorpommerns Landesbehörden telefonieren künftig per VoIP
Innenminister Gottfried Timm schätzt das Einsparpotenzial durch Internet-Telefonie, die 2007 zunächst in 80 Dienststellen eingeführt werden soll, auf 15 Millionen Euro.
Die Landesbehörden in Mecklenburg-Vorpommern sollen künftig nicht mehr auf herkömmliche Weise, sondern über das Internet telefonieren. Das hat das Schweriner Kabinett heute beschlossen. Innenminister Gottfried Timm (SPD) erklärte im Anschluss, innerhalb von zehn Jahren könnten so 15 Millionen Euro gespart werden.
Zunächst soll 2007 als Teil des "eGovernment-Masterplans" die Internet-Telefonie für rund 14.000 Anschlüsse in gut 80 Dienststellen eingeführt werden, darunter in allen Ministerien. Mittelfristig soll VoIP flächendeckend eingeführt werden, um in der Landesverwaltung eine einheitliche Kommunikationsinfrastruktur aufzubauen. Auch in anderen Bundesländern wird die Einführung der Internet-Telefonie für Behörden erwogen. In Nordrhein-Westfalen beispielsweise betätigt sich das Rechenzentrum der Finanzverwaltung als Vorreiter. (anw)