Kabel Deutschland baut Backbone aus

Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber will seine regionalen Netze mit einem Glasfaserring verbinden und kann damit auf die Zuführung über Satellitenstrecken verzichten sowie den Breitband-Traffic abwickeln.

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Der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland (KD) will seine regionalen Netzknoten mit einem Glasfaserbackbone verbinden. Über das Ringnetz werde künftig die TV-Programmzuführung sowie der Datenverkehr der Breitband-Internetkunden abgewickelt, teilte das Unternehmen am Freitag in Unterföhring bei München mit. Damit könne KD in den regionalen Teilnetzen künftig auf die Programmzuführung über Satellit verzichten. Nahezu alle Standorte sollen doppelt an den Glasfaserring angebunden werden.

Zunächst sollen kleinere Netze mit benachbarten größeren Kabelnetzen zusammengeführt werden. Dabei ändert sich im jeweils kleineren Netz die Belegung der analogen Fernseh- und Hörfunkprogramme, es wird die Programmbelegung des größeren Netzes übernommen. Mit dem Netzausbau macht sich der Anbieter auch unabhängig von der Abschaltung des analogen Satellitenfernsehens am 30. April 2012. KD will über dieses Datum hinaus in den eigenen Netzen weiterhin ein analoges Fernsehsignal verbreiten. (vbr)