Britische Musikindustrie freut sich über Wachstum
Der britische Phonoverband BPI hat ein wachsendes Interesse an Musik-Downloads festgestellt. Kommendes Jahr sollen die online erworbenen Stücke in die wöchentlichen Charts eingefügt werden.
Der britische Phonoverband BPI zählte im vergangenen Quartal 51,9 Millionen verkaufte Alben. Das seien 3 Prozent mehr als im Vergleichsquartal des Vorjahres. In den vergangenen zwölf Monaten sei mit CD-Alben ein Umsatz von 1,218 Milliarden Pfund erzielt worden, was wiederum eine Steigerung von 2,7 Prozent bedeutet. Bei den Single-Datenträgern habe es zwar einen Rückgang von 12 Prozent auf 7,3 Millionen gegeben, rechne man aber die 1,75 Millionen via Online-Dienste verkauften Songs hinzu, sei dieses Marktsegment im dritten Quartal um ingesamt 9 Prozent gewachsen, teilt die BPI mit (PDF). Der Trend gehe dahin, dass wöchentlich etwa eine Million Songs via Download verkauft werden.
Der Verband plant für Anfang kommenden Jahres, die online verkauften Stücke mit in die wöchentlichen Charts aufzunehmen. Die deutsche Musikindustrie berücksichtigt Downloads in ihren Hitlisten bereits seit diesem Sommer. Der Verkauf von Musik-DVDs habe in Großbritannien nach einem Umsatzsprung von 50 Prozent im vergangenen Quartal nun den gleichen Umfang wie der Single-Markt. Alle Hoffnungen der britischen Musikindustrie ruhen nun auf dem Weihnachtsgeschäft, in dem vergangenes Jahr 60 Prozent des Umsatzes für Musik-DVDs erzielt wurde. Verdienste um die stärkere Präsenz von britischen Musikern in den heimischen Charts schreibt die Musikindustrie besonders Musikern wie Keane und The Streets zu. (anw)