ADAC: 2010 war ein Pannenjahr

Die Gelben Engel des ADAC waren im Jahr 2010 so stark gefordert wie nie zuvor. Insgesamt waren die Pannenhelfer des Clubs mit ihren Straßendienstpartnern bei über vier Millionen Pannen zur Stelle

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Von
  • Henry Dinger
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München, 1. Februar 2011 – Der ADAC war im Jahr 2010 so stark gefordert wie nie zuvor. Insgesamt waren die rund 1700 Pannenhelfer des Clubs mit ihren Straßendienstpartnern bei 4.250.724 Pannen zur Stelle. Gegenüber dem Vorjahr war das eine Steigerung von 8,1 Prozent.

Ein Grund dafür war laut Automobilclub der harte Winter zu Beginn des letzten Jahres. Der 4. Januar 2010 war mit 23.798 Pannen der einsatzintensivste Tag. Aber nicht nur die eisige Kälte sorgte für schwache Batterien und andere technische Defekte. Auch im Sommer waren die Pannenhelfer bei großer Hitze mit über 35 Grad Celsius stark gefordert. Das veränderte Reiseverhalten der Urlauber – nach Einschätzung des ADAC verreisen immer mehr Urlauber mit dem Auto – sei ein weiterer Grund für das hohe Pannenaufkommen.

ADAC: 2010 war ein Pannenjahr (4 Bilder)

Am häufigsten gab es 2010 Probleme mit den Starterbatterien.

Häufigste technische Ursache für Pannen, zu denen die Straßenwacht gerufen wurde, waren defekte oder leere Batterien. Über 900.000 Mal wurde Starthilfe geleistet. Als störanfällig erwiesen sich auch Zündanlagen und Reifen, gefolgt von Anlasser und Lichtmaschine. Aber nicht immer wenn der ADAC gerufen wurde, lag es an einem Defekt am Auto. Fast 100.000 Autofahrer brauchten Hilfe, weil sie sich ausgesperrt hatten. Rund 25.000 Mal konnte die Weiterfahrt durch eine "Kraftstoffspende" ermöglicht werden. In 186.000 Fällen half der ADAC am Unfallort, sicherte die Straße ab oder leistete erste Hilfe.

Auf die steigende Zahl von Elektrofahrzeugen auf deutschen Straßen ist die ADAC-Straßenwacht nach eigenen Angaben vorbereitet. Durch vielfältige Schulungsmaßnahmen seien die "Gelben Engel" seit Ende letzten Jahres auch in der Lage, bei allen Fahrzeugen mit Hochvolttechnik Pannenhilfe Hilfe zu leisten. (imp)