Weihnachten in Mittelerde
Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft warten die großen Computerspiele-Hersteller mit neuen Abenteuern auf. "Herr der Ringe"-Fans können sich auf die "Schlacht um Mittelerde" freuen.
Die Bücher sind gelesen, die Filme schon mehrmals gesehen -- doch im Dezember gibt es für Herr der Ringe-Anhänger eine neue Möglichkeit, in die Fantasiewelt einzutauchen: Unter dem Titel Schlacht um Mittelerde erscheint eines der am meisten erwarteten Strategiespiele des Jahres. Die Gefechte in der Welt der Hobbits, Elben und Orks können nun mit eigener Hand beziehungsweise Maus gewonnen werden. Außerdem bietet sich im letzten Monat des Jahres die Gelegenheit, mit Sherlock Holmes und Dr. Watson Geheimnisse aufzudecken oder sich mit dem Prince of Persia zu neuen Abenteuern aufzumachen. Schreibtisch-Sportler haben dagegen in Biathlon 2005 die Chance, ihr Können zu zeigen.
Die Geschichte von Gandalf und Frodo, dem Ring und Mittelerde ist das wohl bekannteste Fantasy-Märchen überhaupt. Doch war es bislang eigentlich nur möglich, sie so zu erleben, wie J.R.R. Tolkien sie vor mehr als 50 Jahren erdacht hat. Der Herr der Ringe, Schlacht um Mittelerde will den Spieler künftig zusätzliche Möglichkeiten geben, in Mittelerde zu bestehen. So können die Kämpfe, die einen Teil der Geschichte beherrschen, auf mehreren Seiten ausgefochten werden -- auf der guten ebenso wie auf der bösen. Insgesamt sind vier Parteien spielbar: Gondor, Rohan, Mordor und Isengart.
Die Welt in Schlacht um Mittelerde soll eine möglichst realistische Umsetzung jener Bilder sein, die aus den drei Spielfilmen bekannt sind. Spieler begegnen im Wald Fangorn den Ents, kommen in die Stadt Minas Tirith und stehen vor dem Schwarzen Tor. Die Helden der Saga sind natürlich auch dabei. Vor allem geht es aber darum, die Schlachten zu schlagen. Die sollen jedoch mehr sein, als ein bloßes Verschieben riesiger Kämpfer-Massen.
So gilt es unter anderem, Rücksicht auf die "Gefühle" der Kämpfer zu nehmen -- ein kleiner Schwertkämpfer kommt schon einmal ins Schlottern, wenn er grimmigen Trollen gegenüber steht. Hinzu kommen auf jeder Seite spezielle Fähigkeiten und Einheiten -- beispielsweise kann der Einsatz der Armee der Toten die Wende in einer verloren geglaubten Schlacht bedeuten. Das Spiel von Electronic Arts in Köln soll am 9. Dezember erscheinen und 54,99 Euro kosten.
Auf Massen an Kämpfern können Spieler von Prince of Persia Warrior Within nicht vertrauen. Sie sind mit ihrem Prinzen auf sich allein gestellt. Wie im erfolgreichen Vorgänger Prince of Persia: The Sands of Times gilt es, sich mit Kämpferherz durch gefährliche Abschnitte zu bewegen, dabei Rätsel zu lösen und mit mancher akrobatischen Einlage scheinbar unüberwindbare Hindernisse doch noch hinter sich zu bringen.
In der Regel bewegt der Säbel schwingende Prinz sich dabei durch Paläste oder auch mal düstere Kellergewölbe. Wenn doch ein Manöver richtig schief geht, kann auf eine aus dem Vorgänger bekannte Hilfe zurückgegriffen werden: Die Zeit lässt sich dann für einen neuen Versuch um einige Sekunden zurückdrehen. Ubisoft aus Düsseldorf will "Prince of Persia Warrior Within" am 2. Dezember veröffentlichen, der Preis soll bei 49,95 Euro liegen.
Kämpfen und Hüpfen - das sind Aktionen, die in dem neuen Spiel Sherlock Holmes: Das Geheimnis des silbernen Ohrrings mit Sicherheit nicht notwendig sind. Genre-typisch steht hier das Lösen kniffliger Rätsel im Vordergrund, um die Geschichte des Spiels voranzubringen. Die Hauptrolle spielt -- wie schon der Name sagt -- der legendäre Detektiv Sherlock Holmes. Er besucht im Mai 1897 zusammen mit seinem Assistenten Dr. Watson einen Empfang, bei dem überraschend ein gewisser Sir Bromsby während einer Ansprache auf der Bühne zusammenbricht.
Dass dabei nicht alles mit rechten Dingen zugeht, zeigt ein roter Fleck auf der Brust des Opfers. Grund genug, den Privatdetektiv auf Tätersuche in und um London zu schicken. Die Stimmen der Charaktere im Spiel werden von bekannten Schauspielern und Synchron-Sprechern beigesteuert -- darunter von Henning Venske und der deutschen Stimme von Ex-Monty-Python John Cleese. Musikalisch untermalt wird das Geschehen durch Musik-Stücke von Mendelssohn, Paganini und Dvorak. Laut dem Publisher dtp in Hamburg kann der Mord vom 1. Dezember an aufgeklärt werden. Kosten soll das Spiel 39,95 Euro.
Manchmal wird geschossen, ohne dass es Tote und Verletzte gibt -- beispielsweise in einer Sportart, die den Ski-Langlauf und Schießen kombiniert. Biathlon 2005 heißt das entsprechende Computerspiel, das am 2. Dezember erscheinen soll. Dabei geht es vor allem darum, den dreidimensionalen Biathleten auf dem Bildschirm bis an die Spitze des Weltcups zu führen. Außerdem besteht im so genannten Arcade-Modus die Möglichkeit, einzelne Rennen zu fahren oder im Time-Attack-Modus einfach einmal die schnellste Runde hinzulegen. Laut Ubisoft soll Biathlon 2005 29,95 Euro kosten. (Heiko Haupt, dpa) / (pmz)