IG Metall: Stellenabbau bei IBM und HP könnte nur der Anfang sein

Nach Ansicht von IG-Metall-Funktionären könnten die Länderverwaltungen der Computerkonzerne künftig überflüssig werden: "Der Prozess hat bereits begonnen."

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  • dpa

Die IG Metall befürchtet, dass der Stellenabbau bei den Computerherstellern IBM und Hewlett-Packard (HP) nur die Spitze des Eisbergs sein könnte. "Ich würde nicht ausschließen, dass bei IBM in Deutschland bis auf das Entwicklungslabor langfristig alles verschwindet", sagte am Dienstag der Stuttgarter IG-Metall-Chef, Jürgen Stamm. Auch seien die Rechenzentren, der Service und die Niederlassungen gefährdet. IBM und HP hatten kürzlich angekündigt, weltweit jeweils 14.500 Stellen zu streichen. Wie viele Arbeitsplätze davon in Deutschland wegfallen, ist weiterhin unklar. IBM beschäftigt in Deutschland rund 27.000, HP etwa 9600 Mitarbeiter.

Die Firmen richteten sich unabhängig von Umsatzzahlen strategisch neu aus, warnte der IG Metaller Uwe Meinhardt, der auch im Aufsichtsrat bei HP Deutschland ist. Zahlreiche Prozesse im Unternehmen würden automatisiert, Rechenzentren in Billigländer verlegt. Das bisherige Konzept der Kundenbetreuung vor Ort werde aufgegeben. Nach Stamms Ansicht könnten die Länderverwaltungen daher künftig überflüssig werden. "Der Prozess hat bereits begonnen." Beide Unternehmen verfolgten da möglicherweise dieselbe Strategie. (dpa) / (jk)