Studie: Durchschnittlich ein Computer für 12 Schüler

Das Bundesministerium für Forschung und Bildung hat eine Studie über die Ausstattung der Schulen mit Computern vorgelegt. Demnach liegen die berufsbildenden Schulen mit einem Verhältnis von 9 Schülern je Computer vorne.

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Die Ausstattung deutscher Schulen mit Computern hat sich weiter verbessert, hat das Bundesministerium für Forschung und Bildung festgestellt. Nach den Daten der vierten bundesweiten Erhebung zur IT-Ausstattung der allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen in Deutschland (PDF) liegt die durchschnittliche Versorgung bei einem Computer für 12 Schüler. Damit werde das vom Europäischen Rat im Rahmen des Aktionsplans E-Learning gesetzte Ziel von 15:1 deutlich übertroffen, teilte das Ministerium heute mit.

Dass die berufsbildenden Schulen mit einer Relation von 9 Schülern je Computer gegenüber einem Verhältnis von 11 zu 1 im Jahr 2003 weiter vorn liegen sei auf das Programm zur Modernisierung von Berufsschulen zurückzuführen. Dafür habe das Bildungsministerium insgesamt 130 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Nach der Erhebung konnte in den Sekundarschulen I und II die Schüler-Computer-Relation auf 13:1 (14:1) und in den Grundschulen auf 15:1 (17:1) verbessert werden. Gleichzeitig habe sich die Zahl der Computer mit Internet-Zugang auf 68 Prozent erhöht.

2004 stehen in den Schulen insgesamt 949.551 Computer für den Unterrichtseinsatz bereit. 43 Prozent der Grundschulen, 69 Prozent der Sekundarschulen I und II und 71 Prozent der berufsbildenden Schulen verfügten über multimediafähige Geräte. Parallel dazu habe sich die Ausstattung mit Peripheriegeräten weiter verbessert. Die Grundschulen seien zu 49 Prozent mit Scannern, zu 29 Prozent mit DVD-Playern oder -Laufwerken, zu 25 Prozent mit Digitalkameras und zu 18 Prozent mit Daten-/Videobeamern ausgestattet. Die Sekundarschulen I und II könnten zu 84 Prozent einen Scanner zu Unterrichtszwecken nutzen, zu 78 Prozent einen Daten-/Videobeamer, zu 67 Prozent ein DVD-Laufwerk und zu 66 Prozent eine Digitalkamera.

Während im März 2001 die Hälfte aller Geräte schulintern vernetzt waren, so seien es 2004 72 Prozent der Computer. In den ausgestatteten Grundschulen sei seit 2001 eine Steigerung um 30 Prozent auf 44 Prozent zu verzeichnen, bei den Sekundarschulen I und II stieg der Prozentsatz von 56 Prozent in 2001 auf 75 Prozent und bei den berufsbildenden Schulen von 62 Prozent auf 84 Prozent. (anw)