Werden MAC-Adressen auch knapp?

Es wird immer wieder darüber spekuliert, wann denn nun der IPv4-Adressenpool erschöpft ist. Dieses Problem wäre mit IPv6 lösbar. Wie sieht es jedoch mit den MAC-Adressen aus? Ich denke, eine Anpassung bei der MAC- Adressierung wäre weitaus komplizierter als der Wechsel auf IPv6 – wenn nicht gar unmöglich. Gibt es zu diesem Thema bereits irgendwelche Beiträge?

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Von
  • Johannes Endres

Es wird immer wieder darüber spekuliert, wann denn nun der IPv4-Adressenpool erschöpft ist. Dieses Problem wäre mit IPv6 lösbar. Wie sieht es jedoch mit den MAC-Adressen aus? Ich denke, eine Anpassung bei der MAC- Adressierung wäre weitaus komplizierter als der Wechsel auf IPv6 – wenn nicht gar unmöglich. Gibt es zu diesem Thema bereits irgendwelche Beiträge?

Bei den MAC-Adressen ist noch erheblich mehr Platz als bei den IPv4-Adressen, weil sie 46 Bit nutzen können (48 Bit MAC-Adresse minus zwei Bit mit besonderer Bedeutung). Das sind also 214 (= 16 384) mal so viele Adressen wie IPv4, insgesamt 70 Billionen. Das reicht für rund 10 000 Geräte pro Person der Weltbevölkerung.

Allerdings werden die MAC-Adressen in Blöcken an die Hersteller verteilt, in denen die ersten 24 Bit festgelegt sind (wovon zwei wie erwähnt eine spezielle Bedeutung haben). Da diese Blöcke nicht komplett ausgenutzt werden, ist die tatsächliche Zahl der MAC-nummerierten Geräte geringer als oben beschrieben.

Das hat auch die IEEE vorhergesehen und schon 64 Bit lange Gerätenummern definiert. Bei denen sind die Blöcke größer, weil der Hersteller nicht mehr nur drei Byte, sondern fünf Byte zur freien Verfügung hat. Solche Adressen eignen sich allerdings nicht mehr als MAC-Adressen in Ethernet-Frames. Für Ethernet müssen die 70 Billionen Adressen reichen. ()