Zahl der Informatik-Studienanfänger weiter rückläufig
28.600 Studierende nehmen in diesem Jahr ihr Fachstudium im ersten Semester auf. Das sind 12 Prozent weniger als im Jahr 2003, berichtet das Statistische Bundesamt.
Im Fach Informatik nehmen in diesem Jahr 28.600 Studierende ihr Fachstudium im ersten Semester auf. Das berichtet heute das Statistische Bundesamt. Damit sei die Zahl der Neueinschreibungen in diesem Studienbereich gegenüber dem Vorjahr um 12 Prozent zurückgegangen. Nach einem sprunghaften Anstieg in der zweiten Hälfte der 90er Jahre habe 2000 ein Rückgang bei den Neueinschreibungen in Informatik eingesetzt, der weiterhin anhält.
Insgesamt haben sich nach ersten vorläufigen Ergebnissen im gerade begonnenen Wintersemester 2004/2005 an den Hochschulen in Deutschland 1,966 Millionen Studierende eingeschrieben, fast 54.000 oder 3 Prozent Studierende weniger als im Vorjahr. Diese Entwicklung gehe überwiegend auf einen starken Rückgang der Studierendenzahlen an den Universitäten in Nordrhein-Westfalen (minus 66 000 oder minus 16 Prozent) und Hessen (minus 17 000 oder minus 14 Prozent) zurück. Beide Bundesländer haben zum Sommersemester 2004 Studiengebühren zum Beispiel für Langzeitstudierende eingeführt.
Die Studienanfängerquote, das heißt der Anteil der Studienanfänger an der gleichaltrigen Bevölkerung, liegt für das Studienjahr 2004 bei 37,3 Prozent. Im Vorjahr hatte sie noch 38,9 Prozent betragen. Damit sei erstmals seit der Vereinigung Deutschlands ein Rückgang bei der Studienanfängerquote festzustellen. Sie liege aber rund 12 Prozentpunkte über dem Wert von 1993. (anw)