NTT DoCoMo startet familienfreundliches Mobilfunk-Tarifmodell

Japans Marktführer eröffnet die Möglichkeit, unverbrauchte Gesprächsguthaben auf Familienmitglider zu übertragen. Der Konzern nimmt dabei Umsatzrückgänge in Kauf, um die Zahl der Kündigungen zu reduzieren.

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Von
  • Sven-Olaf Suhl

Der Marktführer im Japanischen Mobilfunk NTT DoCoMo will Medienberichten zufolge seinen Kunden ab dem 1. Februar 2005 die Möglichkeit einräumen, nicht verbrauchte Guthaben für Gespräche oder Datentransfer auf Familienmitglieder übertragen zu können. Derzeit verfällt das Guthaben eines Mobilfunkkunden nach zwei Monaten. Voraussetzung für den neuen Dienst ist, dass auch die Verwandten Kunden von NTT DoCoMo sind. Für den neuen Service sei jedoch keine erneute Registrierung notwendig, so das Unternehmen. Per Oktober 2004 hatte das Unternehmen rund 47,5 Millionen Mobilfunkkunden.

Marktbeobachter rechnen damit, dass diese Maßnahme NTT DoCoMo jährliche Umsatzrückgänge um 50 Milliarden Yen einbringen könnte -- was einem Betrag von über 367 Millionen Euro entspräche. Jedoch hofft NTT DoCoMo, einen möglichen Gewinnrückgang durch Kostenreduzierungen auszugleichen. Mit der neuen Tarifoption wolle NTT DoCoMo zudem die Kunden länger an sich binden und die Zahl der Vertragskündigungen reduzieren. (ssu)