Aktion fĂĽr bessere Online-Vermarktung von Filmen
Schweizer Softwareentwickler wollen erreichen, dass der Filmvertrieb ĂĽbers Internet viel einfacher als bisher wird. Dann wĂĽrden auch viel weniger Filme illegal aus dem Netz geladen, meinen sie.
Die Schweizer Softwareentwickler Pierre Spring und Jordi Boggiano haben ein Manifest fĂĽr eine kundenfreundlichere Vermarktung von Filmproduktionen ĂĽbers Internet aufgesetzt. Sie meinen, unter bestimmten Bedingungen wĂĽrden sie als Filmenthusiasten nicht dazu verleitet werden, sich Filme abseits der rechtlich unbeanstandeten Wege zu besorgen. Ihr Appell mit dem Titel "Don't make me steal" fand bisher fast 1400 UnterstĂĽtzer.
"Don't make me steal" ist auch der Titel eines von Spring geleiteten Workshops gestern auf der Konferenz "Lift11", nach dem die Website für das Manifest gestartet wurde. In dem Workshop vertrat Spring die These, dass ein großer Teil der "Piraterie" aufhören würde, wenn sich der Vertrieb der Inhalte änderte. Derzeit sei es aber oft zu schwierig und frustrierend, legal Filme zu kaufen oder auszuleihen. Bei der Nutzung legal erworbener DVDs werde der Nutzer zu sehr gegängelt.
Nun werden weitere Unterzeichner des Manifests gesucht; sie sollen dafür ihre Twitter- oder Facebook-Zugangsdaten nutzen und damit versprechen, dass sie sich unter bestimmten Bedingungen nie wieder Filme illegal aus dem Internet besorgen: Filme sollten bei einfacher und transparenter Preisgestaltung in verschiedenen Sprachen und weltweit gleichzeitig vorliegen, auf verschiedenen Geräten angeschaut werden können, nutzerfreundlich und schnell zu beschaffen sein. Die Rechte, unter der ein Nutzer einen Film leiht, kauft oder streamt, sollten leicht zu verstehen sein. (anw)