Bei Telecom Italia steigen Umsatz und Schulden

Die Nettoverschuldung des Konzerns, der in Deutschland mit Hansenet vertreten ist, stieg im ersten Halbjahr deutlich. Hauptgrund ist die Wiedereingliederung der Mobilfunktochter TIM, deren Minderheitsaktionäre ausbezahlt wurden.

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Von
  • Sven-Olaf Suhl

Die Telecom Italia, die mit dem Carrier Hansenet eine bundesweite Expansion in Deutschland betreibt, hat im ersten Halbjahr Umsatz und operatives Ergebnis gesteigert. Der Umsatz stieg um 5,2 Prozent auf 14,96 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug 3,99 Milliarden Euro -- 6,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Zugleich stieg die Nettoverschuldung der Telecom Italia im ersten Halbjahr 2005 deutlich an: Insgesamt belief sich der Schuldenberg Ende Juni auf 44,15 Milliarden Euro. Ende Dezember hatten die Verpflichtungen des Konzerns noch 32,86 Milliarden Euro betragen.

Die wachsende Verschuldung des Konzern ist in erster Linie auf die Re-Integration der Mobilfunktochter Telecom Italia Mobile (TIM) zurückzuführen. Für den Erwerb der Anteile der Minderheitsaktionäre von TIM hatte Telecom Italia 13,8 Milliarden Euro und für Dividendenzahlungen weitere 2,3 Milliarden Euro aufwenden müssen. Die Konzernspitze erhofft sich von der Wiedereingliederung von TIM Kosteneinsparungen und Synergieeffekte durch kombinierte Angebote für das Festnetz und den Mobilfunk. (ssu)