Glasfaserspezialist Corning profitiert vom LCD-Boom
Mit Glasfasern für Netzwerke macht man momentan anscheinend keine besonders guten Geschäfte; der Display-Bereich beschert dem Spezialglas- und Material-Konzern dagegen hohe Umsatzsteigerungen.
Mit Glasfasern für Netzwerke macht man momentan anscheinend keine besonders guten Geschäfte: Der Spezialglas- und Material-Konzern Corning konnte dank starker Nachfrage nach seinen Glassubstraten für die Fertigung von LCDs den Nettogewinn steigern. Bei Lichtwellenleitern dagegen stagnierte der Absatz, Produkte für FTTP ("Fiber to the Premises") mussten sogar einen Umsatzrückgang hinnehmen. Unter anderem hatte Verizon in den USA schnelle Internet-Zugänge auf FTTP-Basis angekündigt.
Insgesamt erreichte Corning im zweiten Geschäftsquartal einen Nettogewinn von 165 Millionen US-Dollar nach 108 Millionen US-Dollar im gleichen Quartal des Vorjahrs. Der Umsatz kletterte von 971 Millionen auf 1,141 Milliarden US-Dollar. Stark gestiegen sind im Jahresvergleich die Umsätze im Bereich "Display Technologies" von 277 auf 415 Millionen US-Dollar. Im Vergleich zum Vorquartal konnte Corning die abgesetzten Stückzahlen bei den Glassubstraten um 32 Prozent erhöhen, während die Preise pro Stück gleich blieben. Die Sparte "Telecommunications", zu der auch Glasfaserkabel und Photonik-Komponenten gehören, konnte dagegen nur leicht zulegen von 391 auf ebenfalls 415 Millionen US-Dollar. (jk)