ESA stellt neue Satellitenbilder für Google Earth zur Verfügung

Über den Satellitenkarten-Browser Google Earth können nun mehr als 130 zusätzliche Satellitenbilder von Naturerscheinungen und vom Menschen erbauten Monumenten abgerufen werden.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Ein Bild, das künftig wohl Seltenheitswert haben dürfte: Schnee bedeckt nahezu ganz Europa [Klicken für vergrößerte Ansicht]

Die Europäische Raumfahrtagentur ESA hat den Satellitenkarten-Browser Google Earth um eine neue Inhaltsebene erweitert. Über den Menüpunkt "Empfehlungen" können Nutzer anhand von über dem Globus verteilten ESA-Logos nun mehr als 130 zusätzliche Satellitenbilder von Naturerscheinungen und vom Menschen erbauten Monumenten abrufen. Unter den Bildern, die sich zudem gesondert in zwei Qualitätsstufen auf den Rechner laden lassen, werden erklärende Informationen eingeblendet.

Die Bilder der Sammlung stammen von den ESA-Satelliten Envisat (dem größten je konstruierten Umweltsatelliten), ERS (European Remote Sensing Satellite) und Proba (Project for On-Board Autonomy). Envisat wurde im Jahr 2002 in den Orbit befördert und erfasst Daten mithilfe der drei Bildgebungssensoren ASAR (Advanced Synthetic Aperture Radar), MERIS (Medium Resolution Imaging Spectrometer) und AATSR (Advanced Along-Track Scanning Radiometer).

Das Radarinstrument ASAR bildet Land ab, erstellt Profile von Wellen und Eis, überwacht Landnutzung und Vegetationsarten und misst verschiedene Oberflächenmerkmale. MERIS nimmt Bilder der Erdoberfläche und der Wolken bei Sonnenlicht auf. Das Instrument erfasst das sichtbare Licht und einen Teil des Infrarotbereichs. Der Sensor AATSR tastet Land- und Wasserflächen auf Brandherde, Wassertemperaturen und die Ausdehnung der Vegetation in bestimmten Gebieten ab.

Die Funktion "Empfehlungen" (Featured Content) in Google Earth wurde im September eingeführt und bietet Inhalteanbietern wie der ESA die Gelegenheit, Material über herausragende natürliche oder künstliche Erscheinungen sowie wissenschaftliche Informationen bereitzustellen. Zu den Inhalteanbietern gehören derzeit unter anderem das United Nations Environmental Program (UNEP), das National Geographic Magazin, Discovery Networks World Tour oder auch das Jane Goodall Institute. (pmz)