Gartner: Nachfrage in Asien und Lateinamerika kurbelt PC-Markt an

Ähnlich wie die Konkurrenz von IDC bescheinigen die Marktforscher von Gartner dem PC-Markt ein zweistelliges Wachstum; in den Industrieländern sei besonders die Nachfrage der Endanwender groß gewesen.

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Von
  • dpa

Der weltweite Markt für Personal Computer ist nach Erhebungen des Marktforschungsinstituts Gartner im ersten Quartal 2006 bei 57 Millionen abgesetzten PCs um 13,1 Prozent gewachsen. Bereits gestern berichteten die Martkforscher von IDC ähnliche Zahlen: Danach betrug der weltweite PC-Absatz im ersten Quartal 2006 53,2 Millionen Stück, ein Wachstum von 12,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der Markt in Europa, im Mittleren Osten und Afrika (EMEA) liegt laut Gartner mit einem Plus von 12,6 Prozent erneut vor den Vereinigten Staaten (7,4 Prozent Plus). Im vergangenen Jahr waren in Europa erstmals mehr Computer abgesetzt worden als in den USA.

Vor allem die Nachfrage in den sich entwickelnden Märkten in Asien und Lateinamerika mit Zuwächsen von 24,6 und 22,9 Prozent kurbelten das Geschäft an. In den entwickelten Märkten sei der Bedarf unter den Endanwendern die treibende Kraft gewesen, sagte Gartner-Manager Charles Smulders. "Die Nachfrage nach Notebooks blieb weltweit stark." In den USA seien allerdings Desktop-Computer aufgrund neuer Preiskämpfe wieder deutlicher nachgefragt worden.

In Europa verteidigte Hewlett-Packard seine Marktführerschaft mit 16,6 Prozent vor dem texanischen Hersteller Dell (12,5 Prozent). Nach Acer auf dem dritten Rang (9,0 Prozent Marktanteil) konnte sich Fujitsu-Siemens mit 6,8 Prozent Marktanteil platzieren. Erstmals schaffte es Toshiba mit einem Marktanteil von 4,1 Prozent in die Liste der ersten Fünf und verdrängte den chinesischen Hersteller Lenovo. Um in die Top Fünf zurückzukehren, müsse das Management von Lenovo "einige grundsätzliche Herausforderungen" meistern, sagte Gartner-Analyst Ranjit Atwal.

Weltweit führt bei Gartner ebenso wie bei IDC weiterhin Dell mit einem Marktanteil von 16,5 Prozent den Markt an. Hewlett-Packard konnte mit einem Wachstum von 22,3 Prozent (Dell: 10,2 Prozent) und einem Marktanteil von 14,9 Prozent den Abstand zum Primus verringern. Auf den folgenden Plätzen der Weltrangliste rangieren Lenovo (6,0 Prozent), Acer (5,0 Prozent) und Fujitsu Siemens (3,9 Prozent). (dpa) / (jk)