Schwaches Quartal für Intershop

Jürgen Schöttler, Vorstandschef des E-Commerce-Spezialisten, meint erneut, die schlimmste Krise sei vorbei.

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  • dpa

Nach einem schwachen zweiten Quartal hat sich der Verlust des Jenaer Softwareanbieters Intershop in diesem Jahr vergrößert. Bei einem Umsatzrückgang von 9,4 Millionen auf rund 8,6 Millionen Euro im ersten Halbjahr summierte sich der Nettoverlust des auf Programme für den Handel im Internet spezialisierten Unternehmens auf mehr als 2,1 Millionen Euro. Trotz erneuter Verluste ist Vorstandschef Jürgen Schöttler erneut der Ansicht, das Softwarehaus habe sich stabilisiert. "Die Zahlen sind noch nicht optimal, aber die schlimmste Krise ist vorbei", sagte er der dpa.

Die finanzielle Basis mit frei verfügbaren Mitteln von 6,6 Millionen Euro bezeichnete Schöttler als ausreichend. "Wir haben kein Liquiditätsproblem." Intershop könne sich nun wieder auf Produktentwicklung und den Ausbau des Vertriebs konzentrieren. Bis Jahresende sollen in Deutschland etwa 30 Mitarbeiter eingestellt werden. Nach der drastischen Schrumpfkur der vergangenen Jahre beschäftigt das Softwarehaus derzeit noch rund 220 Angestellte.

Im zweiten Quartal betrug der Umsatz 4,2 Millionen Euro und lag damit um 0,7 Millionen Euro unter dem des Vorjahreszeitraums. Die Lizenzerlöse für die Jenaer Programme sanken auf nur noch 0,4 Millionen Euro. Der Nettoverlust von Intershop lag mit 1,1 Millionen Euro auf dem Niveau der ersten drei Monate dieses Jahres aber deutlich höher als im Vorjahreszeitraum mit nur 100.000 Euro. (dpa) / (jk)