Kontron spürt Preisdruck
Der Embedded-Spezialist und Minicomputer-Hersteller hat die Ergebnisprognose für 2005 gesenkt.
Der Minicomputer-Hersteller Kontron spürt den Preisdruck von Großkunden und hat nach einem Gewinnrückgang im ersten Halbjahr die Erwartungen für 2005 zurückgeschraubt. In diesem Jahr rechne das Unternehmen mit einem Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) von 23 Millionen Euro statt wie bislang rund 27 Millionen Euro, teilte die Kontron AG am Donnerstag in München mit. "Die Großkunden wollen Rabatte", sagte ein Unternehmenssprecher.
Insgesamt sei das Auftragsvolumen von Großkunden gestiegen. Der Umsatz nahm im ersten Halbjahr von 130,9 Millionen im Vorjahr auf 133,5 Millionen Euro zu. Gleichzeitig ging der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) in den ersten sechs Monaten von 10,6 Millionen im Vorjahr auf 8,6 Millionen Euro zurück. Unter dem Strich verringerte sich der Überschuss von 6,6 auf sechs Millionen Euro. "Der Preisdruck ist nicht an die Zulieferer weiterzuleiten", erklärte der Sprecher.
Das eher schwache erste Quartal werde im gesamten Geschäftsjahr nur schwer zu kompensieren sein, sagte Vorstandschef Hannes Niederhauser. In dem Dreimonatsabschnitt hatte die Dollarschwäche dem Unternehmen zu schaffen gemacht. Für den Umsatz erwartet Kontron nunmehr einen Wert nahe der 300-Millionen-Euro-Marke. "Die Anfragen sind so hoch wie noch nie in der Geschichte unseres Unternehmens", sagte Niederhauser. Der Auftragsbestand zum Ende des zweiten Quartals sei im Vergleich zum ersten Quartal um fast zwanzig Prozent auf 128,1 Millionen Euro gestiegen. Zuvor hatte das Unternehmen allerdings noch von einem währungsbereinigten Umsatzanstieg um 15 Prozent auf über 300 Millionen Euro gesprochen. (dpa) / (jk)