Auch Dresdner Infineon-Belegschaft muss mit Einschnitten rechnen
Mögliche Entlassungen sollen vor allem durch Leiharbeit, Teilzeitmodelle und die Beendigung befristeter Arbeitsverträge vermieden werden, meinte ein Infineon-Sprecher.
Nach drastischen Verlusten des Chipherstellers Infineon im abgelaufenen Quartal muss sich auch die Belegschaft im Dresdner Werk auf Einschnitte einstellen. "Es kann zu Veränderungen im Schichtmodell kommen, von der etwa 60 bis 470 Mitarbeiter betroffen sind", sagte Infineon-Sprecher Ralph Heinrich. Kündigungen seien nicht auszuschließen. Der Personalabbau solle aber vor allem durch Leiharbeit, Teilzeitmodelle und die Beendigung befristeter Arbeitsverträge vermieden werden. Bei Infineon in Dresden sind derzeit rund 5500 Mitarbeiter beschäftigt.
Heinrich zufolge ergibt sich die Veränderung aus einer "turnusmäßigen Umstellung der Technologie auf kleinere Bauelemente- Strukturen", die bereits im Juni angekündigt wurde. Für den Dresdner Betriebsteil, der nicht auf 300-Millimeter-Wafern produziere, sei diese Umstellung technisch nicht sinnvoll. Deshalb sei beabsichtigt, auf diesen Linien künftig Logik-Bausteine statt Halbleiter-Speicher herzustellen. Dadurch sinke die Auslastung des Betriebes, was zu einer Reduzierung von fünf auf vier Schichten führen könne.
Nach Angaben Heinrichs sollen Ende September Verhandlungen mit dem Betriebsrat über eine Betriebsvereinbarung beginnen. Erst danach ließe sich sagen, wie viele Mitarbeiter von den Änderungen direkt betroffen seien. (dpa) / (jk)