OpenRAW legt Umfrageergebnisse zu proprietären Digitalkameraformaten vor
Mit einer groß angelegten Umfrage will die OpenRAW-Initiative dokumentieren, wie Fotografen sich die Zukunft der digitalen Rohdatenformate wünschen und welche Befürchtungen sie hegen.
Viele Profifotografen schwören auf das Rohdatenformat ihrer Digitalkamera, doch gleichzeitig wächst die Sorge um die Zukunftssicherheit der Bilder. Denn nahezu jeder Kamerahersteller entwickelt sein eigenes Rohdatenformat und ändert es fast mit jedem neuen Modell. Nikon sorgte mit der Entscheidung für Aufruhr, die wichtigen Informationen über den Weißabgleich zu verschlüsseln.
Die OpenRAW-Initiative möchte erreichen, dass sich die Kamerahersteller auf ein einheitliches RAW-Format wie etwa das von Adobe entwickelte DNG (Digital Negative) einigen. Im Januar startete sie deshalb eine Online-Umfrage, um die tatsächlichen Erfahrungen, Ansichten und Wünsche von Fotografen zu erforschen. Die Ergebnisse liegen jetzt vor und werden von heute an bis zum 29. April schrittweise veröffentlicht.
An der Umfrage beteiligten sich laut OpenRAW 19000 Menschen mit einer durchschnittlichen fotografischen Erfahrung von 19,5 Jahren. Lediglich 10 Prozent gaben sich als Hobby-Fotografen aus, 50 Prozent als engagierte Amateure und 32 Prozent als Profis. Die restlichen 8 Prozent arbeiteten im grafischen oder technischen Bereich. Diese und andere detaillierte Statistiken etwa über die Anzahl der pro Monat aufgenommenen Bilder, die bevorzugte Art der Motive sowie die Häufigkeit der Raw-Nutzung kann man dem heute publizierten ersten Kapitel der Studie entnehmen.
Morgen folgen die Auswertungen zum Thema "Die Vor- und Nachteile der Technologie", übermorgen "Vorlieben für Konverter- und Bildbearbeitungsprogramme", am 28. April "Erfahrungen und Ansichten zur RAW-Technologie" und am 29. April "Wie sollte eine zukünftige Kamera mit RAW-Daten umgehen". (atr)