Studie: Sicherheitsvorfälle in UK kosten 10 Milliarden Pfund
Laut der Umfrage ist der Schaden im Vergleich zur 2004 erstellten Studie um 50 Prozent gestiegen, obwohl die Unternehmen ihre Investitionen in IT-Sicherheit erhöht haben.
Der durch Viren, Spyware und Hackerangriffe verursachte Schaden in britischen Unternehmen beträgt jährlich rund 10 Milliarden Pfund. Das ist das Ergebnis einer von PricewaterhouseCoopers unter rund 1000 britischen Firmen durchgeführten Umfrage "DTI Information Security Breaches Survey". Laut der heute auf der Infosec-Konferenz in London vorgestellten Umfrage ist der Schaden im Vergleich zur 2004 erstellten Studie damit um 50 Prozent gestiegen, obwohl die Unternehmen ihre Investitionen in IT-Sicherheit von drei Prozent in 2004 auf vier bis fünf Prozent ihres IT-Budgets in 2006 erhöht haben.
Dass die Höhe der Schäden dennoch gestiegen ist, sei auf die Art der Angriffe zurückführen. Zwar sei die Anzahl der Angriffe insgesamt zurückgegangen, insbesondere bei Vorfällen in kleineren Unternehmen seien aber die Kosten im Vergleich zu großen Unternehmen gestiegen. Mit einer quantitativen Nennung der Kosten tun sich die Autoren der Studie allerdings etwas schwer. So liegen die Angaben für einen Vorfall in großen Unternehmen irgendwo zwischen 65.000 und 130.000 britischen Pfund, gemittelt über alle Unternehmen zwischen 8.000 und 17.000 Pfund.
Mittlerweile setzen 98 Prozent der Firmen Antiviren-Lösungen ein, allerdings sei ein Viertel gegen Spionageversuche durch Spyware ungeschützt. Insgesamt sei die britische Industrie und Wirtschaft noch weit weg von einer echten IT-Sicherheitskultur, so die Autoren in ihrer Zusammenfassung der vom britischen Industrie- und Handelsministeriums in Auftrag gegebenen Umfrage.
Siehe dazu auch: (dab)
- DTI Information Security Breaches Survey 2006, Umfrage von PricewaterhouseCoopers