Cisco und Fujitsu entwickeln Netzwerkprodukte fĂĽr Japan
Cisco will mit Hilfe von Fujitsu noch stärker auf dem japanischen Router-Markt präsent sein.
Cisco und Fujitsu haben eine strategische Allianz vereinbart, um gemeinsam Produkte fĂĽr Service-Provider und andere Unternehmen auf dem japanischen Markt zu entwickeln. Gemeinsam wollen sie Ciscos Betriebssystem IOS-XR fĂĽr japanische Kunden, insbesondere groĂźe Unternehmen anpassen und Multi-Terabit-Router mit diesem Betriebssystem anbieten. Erste gemeinsam vermarktete Produkte sollen im FrĂĽhjahr 2005 in Japan angeboten werden, teilen Cisco und Fujitsu mit.
Auch auf andere Produkte soll sich die Kooperation zwischen Fujitsu und Cisco erstrecken, so auf Server und andere Computerkomponenten. Bei der Integration von Netzwerkkomponenten wollen die beiden Firmen für die Qualitätssicherung sorgen. Cisco will dabei sein Know-how aus der IP-Technik einbringen und Fujitsu seine Kompetenzen für ausfallsichere Systeme.
Ciscos Allianz sei unter anderem durch den starken Konkurrenzdruck zu erklären, schreibt das Wall Street Journal. Konkurrent Juniper Networks habe in jüngster Zeit Anteile bei den großen Routern für Telekommunikationsunternehmen hinzugewinnen können. Hier sei Ciscos Anteil am 1,2 Milliarden US-Dollar umfassenden Markt von 68 Prozent im verganenen Jahr auf 57 Prozent zurückgegangen.
Nun erhofft sich Cisco Erfolg mit dem seit Mai erhältlichen Super-Router CRS-1, womöglich zu Recht: So stehe das Unternehmen vor einem Geschäftsabschluss mit der japanischen Softbank BB Corp. und mit Telecom Italia. Zudem werde der CRS-1 in vierzehn weiteren Unternehmen derzeit getestet. Und die Allianz mit Fujitsu soll dazu verhelfen, dass Cisco seinen japanischen Marktanteil bei Routern von derzeit 60 Prozent auf 70 Prozent ausbauen kann. (anw)