BSI ist mit Anti-Botnet-Initiative zufrieden
Michael Hange, Chef des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik, zog auf der CeBIT eine positives Zwischenfazit für die Initiative Botfrei.
Nach dem eco-Verband zeigt sich auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) mit der Anti-Botnet-Initiative Botfrei zufrieden. Nach Angaben von BSI-Chef Michael Hange verzeichnete die Website bisher 763.000 Besucher, von denen sich 400.000 die De-Cleaner-Software besorgten. Außerdem wurden 145.000 Benachrichtigungen an verschiedene Betreiber verschickt. Sollte der Trend anhalten, so könnten die Botnetze nach Hange in zwei Jahren auf ein erträgliches Maß reduziert werden. Derzeit sind nach Schätzungen des BSI 350.000 bis 500.000 Rechner in Deutschland mit Bot-Malware infiziert.
Auf der CeBIT äußerte sich Hange auch zur Arbeit des BSI im Cyber-Abwehrzentrum, das er als Informationsdrehscheibe darstellte. Nach seinen Angaben stellt das BSI täglich vier bis fünf gezielte Angriffe von Trojanern auf Rechner im Regierungsnetz fest. Umgekehrt zählt es durchschnittlich 30.000 Zugriffe im Monat, die aus dem Regierungsnetz heraus auf schädliche Webseiten im Internet erfolgen und geblockt werden müssen. Hange warnte davor, jeden Trojaner-Angriff vorschnell als "Cyberwar"-Operation zu deklarieren.
Während 90 Prozent der Befragten einer durch das BSI durchgeführten repräsentativen Studie angaben, dass ihnen die Sicherheit im Internet sehr wichtig sei und 86 Prozent meinten, dass sie selbst für die Sicherheit im Internet verantwortlich sind, ist das Bewusstsein für die Unsicherheit von Smartphones unzureichend entwickelt. 47 Prozent der Befragten gaben an, noch nie ein Sicherheitsupdate auf ihr internetfähiges Smartphone eingespielt zu haben. Dementsprechend hat das BSI reagiert und hält ab sofort unter BSI für Bürger Tipps für den sicheren Umgang mit Mobiltelefonen bereit. (anw)