Lycos Europe reduziert Verlust bei stagnierendem Umsatz

In ersten Quartal verfehlte der Internet-Dienstleister erneut den Sprung in die Gewinnzone, erwartet aber fĂĽr das Gesamtjahr, den Break-Even zu erreichen.

vorlesen Druckansicht 6 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Sven-Olaf Suhl

Der Internet-Portalbetreiber und Provider Lycos Europe schaffte im ersten Quartal 2006 den Sprung in die Gewinnzone nicht. Lycos Europa machte mit 29,9 Millionen Euro geringfĂĽgig weniger Umsatz als ein Jahr zuvor (30 Millionen Euro). Den Betriebsverlust konnte Lycos Europa aber immerhin deutlich reduzieren. Dieser sank um 70 Prozent auf einen Fehlbetrag von 2,6 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen ([# 200 EBITDA]) fiel mit minus 500.000 Euro um 92 Prozent geringer aus als ein Jahr zuvor, als das EBITDA minus 5,7 Millionen Euro betrug.

Die Umsätze der Sparte Kostenpflichtige Dienste & Shopping stiegen gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent auf 11,5 Millionen Euro, während die Umsätze aus Online-Werbung mit 8,6 Millionen stabil blieben. Im Bereich Internetzugang nahmen die Umsatzerlöse um 11 Prozent von 10,9 Millionen Euro im ersten Quartal 2005 auf 9,7 Millionen Euro ab, was laut Lycos Europe vor allem eine Folge des anhaltenden Preisverfalls bei Internet-Zugangstarifen und einer weiteren Konsolidierung auf dem schwedischen Internet-Zugangsmarkt ist.

Die Ergebnisverbesserung fĂĽhrt der Vorstandsvorsitzende Christoph Mohn maĂźgeblich auf Kosteneinsparungen zurĂĽck. FĂĽr die Zukunft setzt Mohn auf eine Steigerung des Umsatzes, wozu neue Dienste wie die Anfang des Jahres eingefĂĽhrte Suchfunktion Lycos IQ beitragen sollen. FĂĽr das laufende Jahr rechnet Lycos Europe mit dem Ăśberschreiten der Gewinnschwelle (Break-Even). (ssu)