Satellitenbetreiber SES nimmt Afrika ins Visier

Aus Mangel an Festnetz- und Kabelinfrastruktur in Afrika sei der Satellit die einzige Möglichkeit für Telefonie und Internet, meint der Chef von Europas größtem Satellitenkonzern.

vorlesen Druckansicht 48 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • dpa

Europas größter Satellitenbetreiber SES Global will in Afrika expandieren. "Wir sehen in Afrika einen wichtigen Wachstumsmarkt", sagte Vorstandschef Ferdinand Kayser dem Handelsblatt. "Aus Mangel an Festnetz- und Kabelinfrastruktur ist der Satellit die einzige Möglichkeit für Telefonie und Internet", fügte er hinzu. Der Satellitenkonzern setzt vor allem auf den Bedarf von internationalen Firmen.

Im Gegensatz zu Europa und Nordamerika verfügt Afrika über so gut wie kein Festnetz. Daher kommen Satelliten für den Mobilfunk und das Internet eine Schlüsselfunktion zu. "Den afrikanischen Markt zu entwickeln, ist kein Honiglecken. Doch wir wissen, dass großen Firmen ein Interesse an verlässlichen Kommunikationsverbindungen haben", sagte Kayser.

Derzeit arbeitet SES daran, eine Satelliten-Plattform für den afrikanischen Markt aufzubauen, die Mitte 2006 in Betrieb gehen soll. Bisher sind die Luxemburger in Nigeria, Ghana und Südafrika mit eigenen Mitarbeitern vor Ort. Ab 2007 will SES auf dem ganzen Kontinent präsent sein. In diesem Jahr wird SES nach Unternehmensangaben in Afrika nur "einen kleinen zweistelligen Millionen-Betrag" erwirtschaften. (dpa) / (jk)