Virgin mobile will nach China expandieren
Sir Richard Branson plant, 300 Millionen US-Dollar zu investieren. Der Rolle als virtueller Netzbetreiber könnte ein Einstieg in den 3G-Markt folgen.
Medienberichten zufolge hat der Chef des Mobilfunk-Providers Virgin Mobile, Sir Richard Branson, die Absicht, 300 Millionen US-Dollar in den chinesischen Mobilfunkmarkt zu investieren. Erstes Ziel sei ein 50-prozentiges Joint Venture mit einem der beiden Handynetzbetreiber im Reich der Mitte. Den Markt teilen sich die beiden Unternehmen China Mobile -- mit rund zwei Dritteln Marktanteilen -- und China Unicom (ein Drittel). Die Gespräche mit einem möglichen Partner seien allerdings noch in einem frühen Stadium, erklärte Branson. Er rechne mit 12 bis 18 Monaten bis zum Start des Joint Venture.
Zunächst wolle Virgin in der gewohnten Rolle als virtueller Netzbetreiber die Dienste des zukünftigen chinesischen Partners weitervermarkten. Da China der am schnellsten wachsende Markt der Welt sei, wäre Virgin "närrisch", dort nicht zu investieren, wird Branson weiter zitiert.
Darüber hinaus sehe Virgin mit Spannung einer Entscheidung der chinesischen Regierung zur Vergabe von Mobilfunklizenzen der dritten Generation (3G) entgegen, die in 2005 erwartet wird. "Wir wären sicherlich am 3G-Mobilfunk interessiert", kündigte Branson in Hongkong anlässlich der Eröffnung einer neuen Flugroute seines Konzerns an, der ursprünglich als Musikfirma und später auch als Airline bekannt geworden war. (ssu)