Jamba baut Musikportal aus

Der vielgescholtene Klingeltonverkäufer schließt für sein Musikportal eine Kooperation mit der Plattenfirma EMI und weitet den Song-Katalog dadurch um 250.000 Titel aus.

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  • dpa

Der von Verbraucherschützern vielgescholtene Klingeltonverkäufer und deutscher Handyklingelton-Marktführer Jamba baut sein Musikportal mit Originaltiteln für Computer und Mobiltelefone aus. Jamba habe eine Kooperation mit der britischen Plattenfirma EMI geschlossen, sagte ein Unternehmenssprecher der dpa. Der digitale Musikkatalog wächst damit um 250.000 Titel, darunter von Stars wie Robbie Williams, Coldplay und Depeche Mode, auf rund 800.000 Songs. Zu den finanziellen Konditionen der Vereinbarung wurden keine Angaben gemacht.

Auf dem Anfang September gestarteten Musikportal können bereits Titel der Musikmarktführer Universal und Sony BMG sowie kleinerer Plattenfirmen heruntergeladen werden. Mit dem vierten großen Anbieter Warner laufen Gespräche, wie der Sprecher sagte. Ziel sei es, den Katalog auf mehr als eine Million Titel zu vergrößern.

Jamba beschäftigt rund 550 Mitarbeiter am Hauptsitz Berlin und war 2004 von der amerikanischen Telekom- und Internetdienstleistungsfirma VeriSign für 273 Millionen Dollar gekauft worden. Der Konzern des Medien-Unternehmers Rupert Murdoch, News Corp, hatte kürzlich bekannt gegeben, von VeriSign 51 Prozent der Anteile zu übernehmen. (dpa) / (jk)