Telekom-Tochter erhält ungarische UMTS-Lizenz
In Ungarn wurden zwei von vier verfĂĽgbaren UMTS-Lizenzen vergeben.
Die Telekom-Tochter T-Mobile Hungary sowie die Telenor-Tochter Pannon GSM haben in Ungarn erfolgreich für UMTS-Lizenzen geboten. Dies wurde am heutigen Mittwoch in Budapest bekannt gegeben. Bezüglich der Vergabe einer dritten 3G-Lizenz an Vodafone Hungary hat die Regulierungsbehörde noch keine Entscheidung getroffen, die Verhandlungen werden fortgesetzt. Die für einen Neueinsteiger am ungarischen Mobilfunkmarkt vorgesehene vierte Lizenz wurde mangels gültiger Gebote nicht zugeteilt. Beworben hatten sich Tele2 sowie der ungarische Festnetz-Betreiber Hungarotel (HTCC), der zu knapp 42 Prozent TDC gehört.
T-Mobile Hungary wird für 15 Jahre gültige Frequenznutzungsrechte für 15 MHz FDD- und 5 MHz TDD-UMTS-Spektrum 17 Milliarden Forint (69,25 Millionen Euro) bezahlen und möchte bereits 2005 mit UMTS an den Start gehen. Pannon GSM werden für 19 Milliarden Forint (77,4 Millionen Euro) neben einem gleichartigen 3G-Spektrum auch 74 Kanäle im 1800-MHz-GSM-Band zugeteilt. Ein Starttermin für UMTS ist hier nicht genannt worden, die Lizenzen sehen auch keine diesbezüglichen Verpflichtungen vor. Beide Unternehmen betreiben bereits ein GSM/GPRS/EDGE-Netz.
HTCC hatte ihr erfolgloses Gebot mit Bedingungen verknüpft, die in der Ausschreibung nicht vorgesehen waren. Details zur Art dieser Bedingungen wollte TDC jedoch nicht verraten. Das Handelsblatt berichtet, dass HTCC und Tele2 laut Behörde die notwendigen Bankgarantien nicht hätten vorweisen können -- was in Anbetracht der Finanzkraft der beiden (Mutter-)Konzerne doch überrascht. (Daniel AJ Sokolov) / (jk)