Mehrzweck-Sprache als Steuerung für Mobilgeräte

Versteckte kleine Computer sollen in Zukunft zur Hand gehen. Damit sie auch wirklich zum Einsatz kommen, braucht es neue Methoden der Bedienung.

vorlesen Druckansicht 17 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.
Von
  • Sascha Mattke

"Wearable Computing" soll in Zukunft die Menschen begleiten und sie im Alltag unterstützen. Eines der größten Probleme dabei ist die Bedienung der meist unsichtbaren Kleinrechner: Nur wenn es gelingt, sie einfach und natürlich zu gestalten, werden die Geräte auch wirklich genutzt. Über mögliche Ansätze berichtet Technology Review aktuell.

Thad Starner, Professor am Georgia Institute of Technology, kommt ohne seine Mini-Tastatur nicht mehr aus. Ständig tippt er darauf Notizen, Gedanken oder Termine -- aber erst seitdem er sie nicht mehr in irgendwelchen Taschen aufbewahrt, sondern mit Klettband außen befestigt hat, sodass er jetzt innerhalb von zwei Sekunden loslegen kann. Das deckt sich mit Ergebnissen einer Studie seiner Gruppe: Mobile Geräte werden nur dann häufig genutzt, wenn sie innerhalb von maximal zehn Sekunden zur Hand und betriebsbereit sind; optimal sind zwei Sekunden.

Längerfristig schwebt Starner ein System vor, das sich die Neigung von Menschen zunutze macht, wichtige Informationen in einem Gespräch zu wiederholen: Vor der Wiederholung ließe sich über einen Knopf der mitgetragene Computer aktivieren, der dann seine Spracherkennung startet. Anders als eine komplette Erkennung eines natürlichen Gesprächs ist die Erkennung einzelner Worte und Ausdrücke schon heute technisch kein Problem. So ließe sich Sprache zweifach nutzen: Als Mittel zur normalen Kommunikation mit Menschen und als Befehle für einen Computer, ohne dass das dem Gesprächspartner überhaupt auffallen muss.

Siehe dazu in Technology Review aktuell: (sma)